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Aktuell Amerika

Pentagon hofft auf Kurzeinsatz im Irak

Die USA wollen dem Irak im Kampf gegen die ISIS-Dschihadisten beistehen - doch der Einsatz darf nicht lange dauern, so die klare Vorgabe aus dem Weißen Haus. Die Terrormiliz ist derweil weiter auf dem Vormarsch.

Nach dem Beschluss zur Entsendung von rund 300 Soldaten als Militärberater in den Irak hoffen die USA auf einen möglichst kurzen Einsatz. "Wir führen amerikanische Truppen nicht für einen langen Aufenthalt zurück in den Irak, und sicherlich nicht, um an Kampfhandlungen teilzunehmen", sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Es handle sich um eine "diskrete, gemäßigte, vorübergehende Regelung", um sich ein besseres Bild von der Lage im Land zu machen. "Es ist keine Besetzung, es ist keine Invasion", betonte Kirby. Einen Zeitrahmen für den Einsatz gebe es allerdings noch nicht.

Gegenoffensive

Die Militärberater sollen kommende Woche im Irak ankommen, um die irakische Armee in ihrem Kampf gegen den Vormarsch der Terrormiliz ISIS zu unterstützen. Sie sollen nach Informationen der "New York Times" etwa Ziele für Luftangriffe gegen die Miliz prüfen.

Die Islamisten verbreiten seit Anfang vergangener Woche Angst und Schrecken in der Region und stellen Bilder von Massenexekutionen ins Internet. Sie haben zahlreiche Menschen, zumeist Ausländer, in ihrer Gewalt. Mehrere Städte brachten die Dschihadisten schon unter ihre Kontrolle, hunderttausende Iraker flohen vor den Gefechten. Iraks Regierung bereitet nach eigenen Angaben eine Offensive gegen ISIS in Mossul und Tikrit vor.

Geländegewinne

Im syrisch-irakischen Grenzgebiet sollen ISIS-Kämpfer derweil drei strategisch wichtige Städte erobert haben, wie die syrische Opposition berichtete. Damit kommt die sunnitische Extremistengruppe ihrem Ziel näher, die von ihr kontrollierten Gebiete in beiden Staaten zu verbinden. Die Islamisten streben die Errichtung eines Kalifats ungeachtet der bisherigen Ländergrenzen an.

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, die Sunniten-Gruppe habe die am Euphrat gelegenen Städte Muhassan, Albulil und Albuomar eingenommen. "Sie preschen voran", sagte ein Vertreter der Beobachtungsstelle.

wa/gmf (dpa, afp)

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