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Atomkonflikt

Pentagon-Chef beteuert Festhalten an diplomatischer Lösung mit Nordkorea

US-Verteidigungsminister James Mattis versichert: Wir werden den Konflikt mit Pjöngjang "so lange wie möglich im Bereich des Diplomatischen belassen". Nordkorea verstärkt derweil seine Stellungen an der Ostküste.

Jim Mattis (picture-alliance/AP Photo/M.Swarup)

Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis in Indien

Zuletzt gab es Serien martialischer Drohungen von beiden Seiten. Mit einem Aufruf zu diplomatischer Vernunft mühte sich der US-Verteidigungsminister nun um eine zumindest rhetorische Entschärfung des Streits mit dem kommunistischen Nordkorea. Seine Regierung unterstütze die internationalen Bemühungen, den Konflikt "so lange wie möglich im Bereich des Diplomatischen zu belassen", sagte Mattis bei seinem Besuch in der indischen Hauptstadt Neu Delhi.

Der Pentagon-Chef legte dabei Wert auf die Feststellung, auch Präsident Donald Trump habe dies "sehr deutlich" gesagt. Mattis bekräftigte aber auch die Bereitschaft seines Landes, im Streit mit Pjöngjang notfalls militärische Mittel einzusetzen.

"Kriegserklärung"?

Trump hatte in seiner Rede vor den Vereinten Nationen eine "totale Zerstörung" Nordkoreas für den Fall angekündigt, dass es die USA oder deren Verbündete angreife. In einem Tweet richtete er direkte Warnungen an die Machthaber in Pjöngjang. Nordkorea ließ am Montag über seinen Außenminister Ri Yong Ho erklären, es betrachte Trumps Drohungen gegen die Führung des Landes als Kriegserklärung. In Washington wurde dies als "absurd" zurückgewiesen. 

Aufrüstung an Ostküste

Nach Medienberichten haben die Nordkoreaner ihre Verteidigungsstellungen an der Ostküste ausgebaut und Kampfflugzeuge dorthin verlegt. Kim Jong Uns Generäle hätten damit offensichtlich auf die Entsendung mehrerer Langstreckenbomber und Kampfjets der USA in den internationalen Luftraum vor seiner Küste am vergangenen Samstag reagiert, meldeten südkoreanische TV-Sender und die Nachrichtenagentur Yonhap. Sie beriefen sich dabei auf den Geheimdienst und Abgeordnete in Seoul. 

Draht nach Pjöngjang?

China warnte erneut, bei einem Krieg auf der koreanischen Halbinsel könne es "keine Gewinner" geben. Drohungen und Provokationen führten nur zu neuen Konfrontationen, kritisierte das Außenministerium in Peking. Russland bemüht sich offenbar hinter den Kulissen um Kontakte nach Nordkorea. Das schilderte zumindest der Leiter der Abteilung für Rüstungskontrolle im Außenministerium, Michail Uljanow, in Moskau. Uljanow laut Agentur Interfax: "Wir bemühen uns wenigstens, die Situation in eine akzeptable Richtung zu bringen." Details nannte er nicht. Aber jede militärische Lösung bedeute eine Katastrophe, warnte er.

SC/sam (afpe, rtr, APE)

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