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US-Vize Pence auf Balkanbesuch

Pence verspricht Westbalkan Beistand

Der amerikanische Vizepräsident hat den Ländern des westlichen Balkans die Unterstützung seines Landes gegen russische Einmischungsversuche versprochen. Die Zukunft der Balkanstaaten liege im Westen.

"Unter Präsident (Donald) Trump werden die USA jeden von Ihnen weiter unterstützen", sagte US-Vizepräsident Mike Pence bei einem Besuch in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica. Er sprach anlässlich eines Treffens des "Adria-Vertrages" vor den Regierungschefs Albaniens, Kroatiens, Mazedoniens, Bosnien-Herzegowinas, Montenegros sowie weiteren Spitzenpolitikern aus Serbien, dem Kosovo und Slowenien als Beobachter. "Die Zukunft der Westbalkanstaaten liegt ganz klar im Westen", sagte Pence. Die USA seien  weiterhin darum bemüht, die Zusammenarbeit zwischen Europa, dem westlichen Balkan und den Vereinigten Staaten zu stärken.

Pence wiederholt US-Anschuldigungen gegen Moskau

"Russland versucht weiter, internationale Grenzen mit Gewalt zu ändern", begründete Pence seine Zusage: "Hier auf dem Westbalkan arbeitet Russland an der Destabilisierung der Region, um Ihre Demokratie zu untergraben und Sie auseinanderzudividieren", sagte er vor den Regierungschefs aus der Region weiter. Als Beispiel nannte er die mutmaßliche Beteiligung Moskaus an einem angeblichen Putschversuch anlässlich der Parlamentswahlen in Montenegro im letzten Oktober. Dessen Hintergründe werden zurzeit in einem Gerichtsverfahren in Podgorica aufgeklärt.

Der 2003 von den USA initiierte sogenannte Adria-Vertrag soll die Interessen Washingtons in der Region unterstützen und die Länder in Richtung NATO und EU voranbringen. Im Juni war Montenegro, trotz traditionell starker Verbindungen zu Russland, als 29. Mitglied der NATO beigetreten und schloss sich damit zahlreichen anderen osteuropäischen Ländern an. Moskau hatte vergeblich versucht, das zu verhindern.

Montenegro ist die dritte und letzte Station der Europareise der US-Vizepräsidenten nach Estland und  Georgien. Auch dort hatte er seine Gastgeber beruhigt, sie könnten auf den Schutz und die Unterstützung der Vereinigten Staaten setzen. In Tallinn versicherte Pence den Präsidenten von Estland, Lettland und Litauen: "Wir stehen hinter euch." Georgien steht wegen der abtrünnigen Landesteile Abchasien und Südossetien mit Moskau im Dauerkonflikt.

qu/kle (dpa, rtre, ape)

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