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Aktuell Asien

Peking im Inselstreit kompromisslos gegenüber Japan

Ein Territorium mit unterschiedlichen Namen: Im Ostchinesischen Meer streiten sich Peking und Tokio über eine Inselgruppe. Der Außenminister aus China sieht dabei keine Möglichkeiten für einen Kompromiss.

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat sich in den Territorialstreitigkeiten gegenüber Japan kompromisslos gezeigt. China werde "jeden Zentimeter" seines Gebietes verteidigen, sagte Wang Yi bei einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. "In beiden Grundsatzfragen, Geschichte und Territorium, gibt es kein Raum für Kompromisse", sagte der Außenminister.

Beide asiatischen Länder steiten seit längerem heftig um eine Insel-Gruppe im Ostchinesischen Meer. In China heißen die Inseln Diayou und in Japan werden sie Senkaku genannt. Die Inselgruppe wird von Japan kontrolliert. Peking streitet sich zudem mit seinen Nachbarn in Südostasien um Inselgruppen im Südchinesischen Meer. Es geht vor allem um Rohstoffvorkommen in den umstrittenen Seegebieten sowie die Kontrolle über wichtige Wasserstraßen.

Vergangenheit belastet Verhältnis

Japan hatte im zweiten Weltkrieg große Teile Chinas sowie mehrere Länder in der Region gewaltsam besetzt. Die Erinnerung an die Ereignisse von damals belastet bis heute die Beziehungen zwischen China und Japan. Peking wirft Tokio vor, bis heute nicht die eigenen Vergangenheit aufgearbeitet zu haben.

China wolle keine Staaten unter Druck setzen, aber auch "niemals unangemessene Forderungen kleiner Staaten akzeptieren", sagte Wang Yi. Er stellte klar: In Fragen der territorialen Integrität und Souveränität sei Chinas Position klar und fest: "Wir werden uns nichts nehmen, was nicht uns gehört, aber wir werden jeden Zentimeter des Territoriums verteidigen, der uns gehört."

zam/sti (dpa, afp)