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Aktuell Deutschland

Pegida in Stuttgart ohne Chance

Pegida hatte erstmals zu einer Kundgebung in Stuttgart aufgerufen. Dem Häuflein der Islamgegner stand dann eine gewaltige Übermacht von Gegendemonstranten gegenüber.

Tausende Gegendemonstranten haben den ersten Aufmarsch der Pegida-Bewegung in Stuttgart blockiert. Bis zu 4000 Menschen stellten sich nach Polizeiangaben den rechtspopulistischen Islamgegnern im Zentrum der baden-württembergischen Landeshauptstadt entgegen. Pegida selbst zählte demnach rund 200, teils mit Deutschlandfahnen ausstaffierte Teilnehmer. Unter ihnen waren auch Mitglieder der rechten Gruppierung "Berserker Pforzheim".

Aufgerufen zum Protest gegen Pegida ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) hatte das Bündnis "Für Vielfalt, gegen Rassismus" aus gesellschaftlichen Gruppen und Vereinen. Auch die Stuttgarter Kirchen unterstützten den Widerstand.

Rangeleien und Beschimpfungen

Die Polizei musste den Pegida-Anhängern den Zugang zum Kundgebungsplatz teilweise durch die Gegendemonstranten hindurch bahnen. Mehrere Hundertschaften waren im Einsatz. Am Rande kam es zu verbalen Auseinandersetzungen und Rangeleien.

Die Pegida-Parolen gingen teilweise in den Rufen der Gegendemonstranten unter. Diese begegneten den Islamgegnern auch mit ironischen Plakaten wie "Egal wie viel Volk ihr seid, wir sind Völker!" (Artikelbild).

Die geringe Zahl der Pegida-Demonstranten zeigt erneut, dass die Bewegung im Westen Deutschlands nicht Fuß fassen kann. Auch in Dresden, wo die Gruppierung entstanden ist, hat sie nach internen Streitigkeiten und einer Abspaltung ihren Höhepunkt offenkundig überschritten. Am vergangenen Montag kamen in der sächsischen Landeshauptstadt noch 3000 Pegida-Anhänger zu einer Demonstration.

wl/gmf (dpa, epd)