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Sprachbar

Pause

Was gibt es Schöneres als sich nach einer Radtour zu einer verdienten Pause an einem Seeufer niederzulassen? Aber auch auf der Arbeit kann man sich in einer Pause erholen. Da hat der Alltagsstress dann Pause…

Wir fallen heute gewissermaßen mit der Tür ins Haus. ‚Pause’ heißt das Stichwort der Woche; und weil Pausen leider immer zu kurz sind, oder zumindest als zu kurz empfunden werden, legen wir gleich los mit der Pause, um ja keine Sekunde zu verschenken. Wobei das eigentlich widersinnig ist und nicht zusammenpasst: ‚Loslegen’ und ‚Pause.’ Aber gemeint ist Folgendes: Während Sie da draußen irgendwo vielleicht gerade die sprichwörtliche ‚Fünf-Minuten-Pause’ einlegen, können wir Ihnen in ungefähr dieser Zeit einiges über Pause erzählen.

Die Kraft der Pause

Eine Pause – zum Beispiel – wird eingelegt. Man kann auch ganz einfach sagen ‚eine Pause machen’. Nur: Durch das Verb ‚einlegen’ wird deutlicher, was eine Pause ist; nämlich eine Zeitspanne, die sich deutlich von den sie begrenzenden Zeitspannen unterscheidet. Wodurch? Vereinfacht ausgedrückt dadurch, dass in einer Pause nichts geschieht beziehungsweise etwas anderes als vor oder nach ihr stattfindet.

Eine Pause, vermerkt das Duden-Wörterbuch der deutschen Sprache, ist eine "kürzere Unterbrechung einer Tätigkeit, die der Erholung, Regenerierung oder ähnlichem dienen soll". Im Allgemeinen ist damit Erholung von der Arbeit gemeint. Da hätten wir im Berufsalltag die sprichwörtliche Kaffeepause; die Handwerker machen Frühstückspause; an Bildschirmarbeitsplätzen müssen in regelmäßigen Abständen sogenannte Augenpausen gemacht werden.

Wenn der Körper eine Pause braucht

All dies sind kurze Pausen, geplante Arbeitsunterbrechungen, nach denen es angeblich wieder besser weitergeht. Es gibt ja Menschen, die sich angeblich nie eine Pause gönnen, die sozusagen pausenlos arbeiten. ‚Rund um die Uhr’, sagt man. Da machen dann irgendwann Körper und Seele nicht mehr mit. Zwangspause.

Wem so etwas passiert, wenn man auf der Nase liegt und die Welt plötzlich ganz anders aussieht, der verbindet diese Zwangspause oft mit einer Besinnungspause. In Ruhe nachdenken, ob das denn alles so sein muss mit der Rastlosigkeit und Hetze. So kann die gezwungenermaßen entstandene Arbeitspause sogar zu einer schöpferischen werden, aus der neue Ideen und Einsichten erwachsen können.

Künstlerpause

Pause, so viel können wir sagen, hat immer mit Zeit zu tun. Machen wir einen kurzen Ausflug in die Musik. Folgt man der Definition, so ist eine Pause in einem musikalischen Werk ein Taktteil, der nicht durch Töne ausgefüllt ist. Das kann sich auf ein einzelnes Instrument oder eine Instrumentengruppe und auch auf das ganze Orchester beziehen.

Im letzten Fall, wenn alle Instrumente für einen Augenblick gleichzeitig schweigen, spricht man von Generalpause. Dass gerade Pausen, so paradox dies klingen mag, eine hohe gestalterische Funktion haben können, zeigt sich auch in gesprochenen Texten auf der Bühne, im Kino und nicht zuletzt in anspruchsvollen Wortsendungen des Hörfunks.

Die große Pause

Wir dürfen bei unserer kleinen Pausenbetrachtung nicht die Sommerpause vergessen. Die war nicht zuletzt der Anlass für dieses Stichwort. Sommerpause werden in Deutschland die Parlamentsferien genannt, die sitzungslose Zeit des Bundestags, aber auch die Zeit ohne die Fußball-Bundesliga, die – nebenbei bemerkt – auch eine Winterpause hat.

Eine andere Art von Sommerpause sind die Sommerferien, die jetzt bald vorbei sind; und für viele Schulkinder beginnt in diesen Tagen das neue Schuljahr. Da gibt es jeden Tag nur noch die große Pause, die im Allgemeinen 20 Minuten dauert. Für diese Pause gibt es das ‚Pausenbrot’, von zu Hause mitgebracht, das im Pausenhof oder bei Regenwetter in der Pausenhalle verspeist wird.

Ungesunde Pausenfüller

Was die Kinder heute allerdings so alles als ‚Pausensnack’ zu sich nehmen, lässt Ernährungswissenschaftlern und Medizinern die Haare zu Berge stehen, und ob die schönsten Pausen wirklich ‚lila’ sind, wie uns von einem namhaften Schokoriegelhersteller weisgemacht wird, das sei dahingestellt.

So. Es ertönt die Pausenklingel, Pause vorbei, zurück an die Arbeit.

Fragen zum Text

Was tut man nicht in einer Pause?

1. eine Tätigkeit unterbrechen

2. sich erholen

3. arbeiten

Wie heißt die Sommerpause des Bundestages?

1. Sommerferien

2. Parlamentsferien

3. der Bundestag macht keine Pause

Welche Funktion kann die Pause zum Beispiel in einem Musikstück oder Theaterstück haben?

1. um schnell etwas zu trinken

2. den Lottoschein auszufüllen

3. eine gestalterische Funktion

Arbeitsauftrag

Regelmäßige Pausen dienen der Erholung von einer Tätigkeit. Haben Sie in Ihren Pausen eine feste Routine oder machen Sie immer etwas anderes? Unterhalten Sie sich mit ihren Kursteilnehmern, wie oft Sie am Tag eine Pause einlegen, wie Sie Ihre Pausen gestalten und wie lange die Pausen dauern.

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