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Reise

Pausbackige Engel, filigrane Puppen

Weihnachtsland wird der südliche Thüringer Wald genannt. Hier liegen der Ursprungsort des Spielzeugs, Sonneberg, und die Wiege des gläsernen Christbaumschmucks, Lauscha.

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Winter im Thüringer Wald

Spielwarenmesse in Nürnberg Eisenbahn

Diese Elektrolok der Firma Piko Spielwaren stammt aus Sonneberg

Vermutlich hat es auf der ganzen Welt keine andere Kleinstadt gegeben, die so lange Zeit so sehr von und für Spielzeug gelebt hat wie Sonneberg. Villen früherer Spielwarenfabrikanten, einstige Handelshäuser und Produktionsstätten zeugen vom Wohlstand der "Weltspielwarenstadt" Sonneberg an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Von hier aus gingen die Spielwarenprodukte in die ganze Welt.

Welt der Puppen

Im ältesten deutschen Spielzeugmuseum in Sonneberg wird mit rund 60.000 Sammlungsobjekten, 6000 ausgestellten Spielzeugen und einer einzigartigen Spezialbibliothek zur Spielzeuggeschichte anschaulich dokumentiert, wie beschwerlich zum Beispiel die Herstellung von filigranem Spielzeug zu Beginn des 19. Jahrhunderts war. Im Obergeschoss des Spielzeugmuseums ist die Welt der Puppen zu bestaunen.

Teddy

Ines Zitzmann kämmt einen Teddybären im Spielzeugmuseum in Sonneberg

Im Sonneberger Land war einst fast jede Familie mit der Spielzeugherstellung beschäftigt. Zu DDR-Zeiten waren die Betriebe verstaatlicht. Heute setzen einige Firmen die Tradition fort, kämpfen aber einen ungleichen Kampf gegen die Konkurrenz der Produzenten in Billiglohnländern.

Welt der Glaskugeln

Glasaugen

Der Ocularist Andreas Müller-Uri zeigt zwei unterschiedlich gestaltete Glasaugen der Augenprothetik Lauscha GmbH

Zur deutschen Weihnacht gehört der Christbaum und zu einem richtigen Christbaum gehören die Kugeln. Der Geburtsort des gläsernen Christbaumschmucks ist Lauscha, ein Städtchen am Fuße des Thüringer Schiefergebirges. 1835 hatte die Herstellung eines menschlichen Glasauges und damit der hohe Standard der technischen wie künstlerischen Glasfertigung den Ort auch international bekannt gemacht.

Das Museum für Glaskunst in Lauscha dokumentiert die Entwicklung, die Verfeinerung des Christbaumschmucks: Wattefiguren wurden zu winterlichen Motiven geformt, mit Schmuckpapier veredelt, mit Kleister verklebt und mit glitzerndem Glasstaub bestreut.

Jeder Tag ist Weihnachtstag

Weihnachtsschmuck

In der Werkstatt des Christbaumschmuck-Herstellers Willi Greiner-Mai im thüringischen Lauscha werden Eislack-Kugeln der Naturzeit-Serie von Glasmalerin Jana Richter verziert

Im ganzjährig geöffneten "Weihnachtsland" ist alles das zu bewundern und zu kaufen, was in den Lauschaer Betrieben an zerbrechlichen Kunstwerken hergestellt wird: pausbackige goldene Weihnachtsengel, silbrige Tannen- und Eiszapfen, farbige Vögel mit Gefieder aus Glasfaser, exotische Früchte, schneebedeckte Häuser, festlich glänzende Kirchen, Weihnachtsmänner auf Motorrad oder Schlitten - insgesamt über 10.000 Glasartikel.

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