Paukenschlag bei 1860 München | Fußball | DW | 19.06.2015
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Fußball

Paukenschlag bei 1860 München

Die Führungsmannschaft des TSV 1860 München gibt auf. Sie tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Der Grund sind die gescheiterten Verhandlungen mit dem Investor.

Präsident Gerhard Mayrhofer vom Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München posiert vor dem Vereinswappen (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Gerhard Mayrhofer vor dem Vereinswappen von 1860 München

Zerstritten, führungslos, handlungsunfähig: 1860 München versinkt kurz vor dem Trainingsauftakt im Chaos. Das Präsidium des Fußball-Zweitligisten und die Vereinsvertreter im Beirat sind geschlossen zurückgetreten. Das gab Präsident Gerhard Mayrhofer am Freitagabend bekannt. Zuvor waren die Verhandlungen mit dem jordanischen Investor Hasan Ismaik gescheitert. Damit ist die geplante Neuausrichtung mit einem starken Mann Felix Magath zumindest unwahrscheinlich geworden.

"Wir bedauern sehr, dass es trotz zahlreicher Gespräche der letzten Tage nicht gelungen ist, Einigkeit darüber zu erzielen, wie der TSV 1860 wieder zurück auf die Erfolgsspur kommen kann. Wir haben bis zuletzt versucht, unter hohem persönlichem Einsatz aller Beteiligten und enormem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit zu einer überzeugenden Lösung im Sinne des Vereins und der Löwenfans zu kommen", sagte Mayrhofer.

Wer will was?

Investor Hasan Ismaik aus Jordanien gibt Interviews (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Investor Hasan Ismaik aus Jordanien

Die Gespräche mit Ismaik über einen eventuellen Verkauf von dessen Vereinsanteilen im Wert von geschätzt 40 Millionen Euro seien "seitens des Investors für beendet erklärt worden und damit abschließend gescheitert". Jene Verhandlungen waren der Grund dafür gewesen, die ursprünglich für Sonntag geplante Mitgliederversammlung abzusagen - alles andere sei "nicht sinnvoll", hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Die Löwen sind damit in einer ganz heißen Phase nicht handlungsfähig. Am Montag ist Trainingsauftakt - offensichtlich noch unter dem öffentlich angezählten Trainer Torsten Fröhling, der die Sechziger in der Relegation vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahrt hatte. Als U21-Trainer besitzt er noch einen Vertrag bis 2017. Ismaik hatte erklärt, "einen stärkeren Trainer" zu wollen. Wie es aber nun weitergeht mit dem krisengeschüttelten TSV 1860 München scheint offener denn je.

ck/kd (sid)