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Aktuell Europa

Passagierflugzeug in Moskau verunglückt

Bei der missglückten Landung einer russischen Linienmaschine sind am Moskauer Flughafen Wnukowo mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Die Tupolew schoss über die Landebahn hinaus, zerbrach und fing Feuer.

Rettungskräfte im Einsatz an der Unglücksstätte auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo (Foto: AP)

Moskau Flugzeugunglück Flughafen

Das Passagierflugzeug mit zwölf Insassen sei von der Piste abgekommen und durch eine Absperrung auf eine Autobahn beim Flughafen geraten, teilten die russischen Behörden mit. "Das Flugzeug ist nach einer harten Landung in drei Teile zerbrochen", sagte die Sprecherin des Flughafens Wnukowo. Zudem fing die rechte Tragfläche der Maschine Feuer. Die Feuerwehr konnte den Brand nach einer halben Stunde löschen.

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Flugzeug zerbricht bei Landung

Die Maschine vom Typ Tu-204 der Fluggesellschaft Red Wing Airlines sei ohne Passagiere an Bord aus Tschechien gekommen, teilte der Katastrophenschutz mit. Bei allen acht Insassen habe es sich um Besatzungsmitglieder gehandelt. Vier von ihnen hätten schwere Verletzungen erlitten. Die Fluglinie gehört dem Oligarchen Alexander Lebedew.

Unglücksursache noch ungewiss

Die Unglücksursache und der genaue Ablauf sind nach Angaben des Flughafens unklar. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte leichter Schneefall in der russischen Hauptstadt. Der Airport am Stadtrand Moskaus und die Flughafen-Autobahn wurden vorübergehend gesperrt. Mehrere ankommenden Flüge wurden zum größten Moskauer Airport Domodedowo umgeleitet.

So schwer beschädigt wurde das Cockpit der russischen Tupolew (Foto: AP)

So schwer beschädigt wurde das Cockpit der russischen Tupolew

Das Staatsfernsehen zeigte ein Standbild der schwer beschädigten Maschine vom Typ Tupolew 204. Maschinen dieses Typs können bis zu 210 Passagiere befördern. Der Flughafen Wnukowo wird unter anderem von der Lufthansa und ihrer Tochter Gemanwings angeflogen.

Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew beauftragte eine Kommission, die Unglücksursache zu klären. Die Ermittlungsbehörde leitete ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen Flugsicherheitsvorschriften ein. Verkehrsminister Maxim Sokolow fuhr zum Flughafen im Südwesten der Hauptstadt.

kle/mak (afp, rtr, dapd, dpa)

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