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Aktuell Welt

Passagierflugzeug auf dem Weg nach Singapur vermisst

Eine Maschine der Fluggesellschaft Air Asia mit 162 Menschen an Bord hat vom indonesischen Surabaya nach Singapur den Kontakt mit der Flugsicherung verloren. Die Suche läuft auf Hochtouren.

An Bord der Maschine vom Typ Airbus 320-200 hätten sich 155 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder befunden, teilte das indonesische Transportministerium mit. In dem Flugzeug seien 156 Indonesier, jeweils eine Person aus Frankreich, Singapur und Malaysia sowie drei Südkoreaner gewesen, teilte AirAsia auf Facebook mit.

Schlechtes Wetter Unglücksursache?

Die Verbindung zum Tower in Jakarta sei am Morgen um 6.17 Uhr (Ortszeit) abgebrochen. Ein Notsignal sei nicht gesandt worden, teilte das indonesische Transportministeriums mit. Demnach flog die Maschine in knapp 9700 Metern Höhe, als der Pilot bat, aufsteigen zu dürfen, um Wolken zu umfliegen. Die Maschine sei zu dem Zeitpunkt nahe der indonesischen Insel Belitung zwischen Sumatra und Borneo gewesen.

"Wir durchsuchen bereits die Gegend rund um die Insel Belitung, wir werden den Radius aber noch ausweiten", sagte der indonesische Transportminister Ignatius Jonan vor Journalisten. Die indonesische Marine und die Küstenwache sowie die singapurische Küstenwache seien im Einsatz. "Alle Schiffe in der Region wurden bereits informiert, dass sie sich sofort melden sollen, wenn sie etwas sehen."

Verzweiflung bei Angehörigen

Der Flug QZ8501 war laut dem Transportministerium um 5.20 Uhr in Surabaya gestartet und sollte eigentlich um 8.30 Uhr in Singapur ankommen. Die Luftverkehrsbehörde in Singapur erklärte, der Kontakt mit dem Flugzeug sei abgebrochen, als es sich im indonesischen Luftraum rund 350 Kilometer südöstlich von Singapur befand.

Am Flughafen von Singapur stand Flug QZ8501 am Morgen auf der Anzeigetafel nur der Hinweis: "Gehen Sie zum Informationsschalter". Angehörige, die auf Flugpassagiere warteten, wurden in einen abgeschirmten Raum geführt.

Erfahrener Pilot

Air Asia bestätigte, dass der Kontakt zu der Maschine verloren gegangen sei. Der Pilot hatte nach Angaben der Airline 6100 Flugstunden Erfahrung. Die Maschine sei am 16. November noch gewartet worden. Air Asia ist eine der erfolgreichsten Billigfluglinien in Asien. Ihr Hauptsitz ist in Malaysia. Sie wurde 2001 gegründet und fliegt inzwischen mit etwa 170 Maschinen überwiegend in Südostasien.

wl/cr (dpa, afp, rtr)