1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Top-Thema – Podcast

Partnerwahl von heute

Männer suchen vor allem Frauen mit hübschen Gesichtern, und Frauen wollen Männer mit Geld. Davon wurde lange ausgegangen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2016 hat sich einiges bei der Partnerwahl geändert. ‎

Audio anhören 02:33

Partnerwahl von heute - das Top-Thema als MP3

In der klassischen Evolutionsbiologie beeinflusst der Wunsch nach Fortpflanzung die Partnerwahl. Das bedeutet: Männer wollen Frauen mit weiblichen Rundungen, die Kinder gebären können, und Frauen suchen Männer mit Geld, die ihre Kinder ernähren können. Forscher widersprechen nun aber dieser Vorstellung.

Der Psychologe Marcel Zentner von der Universität Innsbruck hat mehrere Studien aus unterschiedlichen Ländern ausgewertet – aus Ländern, in denen Männer und Frauen gleichberechtigt sind, und aus Ländern, in denen sie es nicht sind. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Gleichstellung und Partnerwahl gibt. Je höher die Gleichstellung in einer Gesellschaft ist, desto stärker nähern sich die Wünsche von Männern und Frauen bei der Partnerwahl an.

Wichtiger als das Aussehen sind für Männer und Frauen laut der Studie zum Beispiel Verlässlichkeit, Intelligenz, Bildung und emotionale Reife. In Finnland zum Beispiel ist Männern die Bildung der Partnerin wichtiger als Frauen. Die Studien zeigen aber auch, dass Frauen stärker auf das Aussehen der Männer achten als früher.

Fragt man nach dem Gehalt, dann existieren teilweise noch immer die traditionellen Rollenbilder. Männer müssen für viele Frauen einen besseren finanziellen Status haben als sie selbst. Das ist auch den Männern wichtig. Obwohl Männer und Frauen ähnliche Kriterien bei der Partnerwahl haben: Zentner glaubt nicht, dass sie bald völlig gleich sein werden. Dafür gibt es einen biologischen Grund: Die Schwangerschaft wird auch in Zukunft die Rollenverteilung beeinflussen.


Glossar

Partnerwahl, -en (f.) – hier: die Auswahl eines Menschen für eine Liebesbeziehung

von etwas aus|gehen – voraussetzen, dass etwas so ist

Studie, -n (f.) – eine wissenschaftliche Untersuchung

Evolutionsbiologie (f., nur Singular) – die Wissenschaft, die sich mit der Entwicklung von Lebewesen beschäftigt

Fortpflanzung (f., nur Singular) – das Zeugen von neuen Lebewesen

weibliche Rundung, -en (f.) – gemeint ist: ein Körper, der sehr weiblich aussieht

Kinder gebären – Kinder bekommen/auf die Welt bringen

Psychologe, -n/Psychologin, -nen – jemand, der im Bereich der Psychologie forscht

etwas aus|werten – etwas analysieren; Ergebnisse aus etwas erhalten

gleichberechtigt – so dass Männer und Frauen die gleichen Rechte haben

Gleichstellung (f., nur Singular) – die gleiche Behandlung von Menschen

sich an|nähern – sich aufeinander zubewegen; immer ähnlicher werden

Verlässlichkeit (nur Singular, f.) – die Tatsache, dass man sich auf jemanden verlassen kann

Bildung (f., nur Singular) – das Wissen, das man in der Schule o. Ä. bekommen hat

emotionale Reife, -n (f.) – eine erwachsene Art, mit Gefühlen umzugehen

teilweise – zum Teil

traditionell – so, dass man etwas schon lange so macht

Rollenbild, -er (n.) – die Vorstellung, von den Aufgaben, die Männer und Frauen in einer Gesellschaft haben

Status, - (m., meist nur Singular) – hier: der aktuelle Stand von etwas/jemandem

Kriterium, Kriterien (n.) – etwas, durch das man etwas anderes beurteilt

Rollenverteilung, -en (f.) – die Aufgaben, die Männer und Frauen haben



Fragen zum Text

1. Was besagt die klassische Evolutionsbiologie?
a) Frauen suchen Männer, die Geld haben.
b) Frauen suchen Männer, die Kinder wollen.
c) Männer suchen Frauen, die Kinder ernähren können.

2. Wie lautet das Ergebnis der Untersuchung der Universität Innsbruck?
a) Je größer die Gleichstellung in einer Gesellschaft ist, desto mehr Menschen suchen einen Partner.
b) In Gesellschaften mit einer hohen Gleichstellung haben Frauen und Männer ähnliche Wünsche bei der Partnerwahl.
c) Ist die Gleichstellung in einem Land groß, wünschen sich Frauen weniger Kinder.

3. Welche Aussage steht im Text? Männern ist es wichtig, dass …
a) Frauen einen guten Job haben.
b) Frauen mehr Geld verdienen als sie selbst.
c) sie mehr Geld als ihre Frau verdienen.

4. Welches Modalverb passt? Laut der Evolutionsbiologie ... Männer, dass Frauen weibliche Rundungen haben.
a) wollen
b) müssen
c) können

5. Welches Modalverb passt? Für Frauen … Männer gebildet sein und gut aussehen.
a) dürfen
b) müssen
c) wollen


Arbeitsauftrag
Was bestimmt die Partnerwahl in eurem Land? Was ist euch persönlich wichtig? Diskutiert darüber im Kurs.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema

Downloads