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Ostmitteleuropa

"Partei von Idealisten"

- Die polnische Partei Neue Linke will für eine andere Welt kämpfen

Warschau, 25.4.2003, PAP, poln.

Piotr Ikonowicz hat den Vorsitz der Partei Neue Linke übernommen, die im April registriert worden ist. Der ehemalige Chef der Polnischen Sozialistischen Partei erklärte am Freitag (25.4.), es solle sich um eine Partei neuen Typs handeln, eine Partei von Idealisten, die gewillt seien, sozial tätig zu sein und für die Rechte der Ärmsten einzutreten.

"Die Neue Linke steht links von der SLD (Bündnis Demokratische Linke - MD). Sie ist eine antikapitalistische, eine Antisystem- und gleichzeitig eine proeuropäische Partei. Sie ist Teil der Antiglobalisierungsbewegung", sagte Ikonowicz der Nachrichtenagentur PAP. Es solle sich um eine Partei "neuen Typs" handeln, "die nicht um Menschen werben wird, die die Meinung vertreten, dass sie durch politische Tätigkeit etwas für sich persönlich regeln können".

Bei den Gründern der Partei handele es sich - so Ikonowicz - um eine Gruppe junger Aktivisten, die der ehemaligen PPS (Polnische Sozialistische Partei - MD) angehörten, die sich damit "nicht einverstanden" erklärt hätten, "dass es ein Ableger der SLD" werde. Die Türen der neuen Partei seien "für alle Abtrünnigen der traditionellen Linken" offen. Die potentiellen Mitglieder dürften jedoch nicht erwarten, dass es für sie "das Sprungbrett für eine künftige Karriere" sein werde.

"Die Krankheit der polnischen Demokratie besteht darin, dass politische Parteien sich wie Arbeitsvermittlungsbüros für Auserwählte verhalten." "Das wird kein weiteres Arbeitsvermittlungsbüro sein", erklärte er. "Uns liegen viele Beitrittsanträge von der SLD vor, aber hier sind wir besonders vorsichtig, denn wir kennen die Entstehungsgeschichte der SLD. Wenn wir uns die Zahl der SLD-Mitglieder ansehen, dann stellen wir fest, dass sie sich unter anderem mit der Amtsbesetzung in der Selbstverwaltung deckt", so Ikonowicz. (...)

Auch Zbigniew Partyka, ein weiterer Gründer der Neuen Linken, unterstrich in einem Gespräch mit PAP, dass es sich bei der Neuen Linken um eine Partei neuen Typs handeln solle. "Wir bieten kein Geld und keine festen Stellen an. Es ist eine Firma, die für eine völlig andere Welt kämpfen wird, eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung (...).

In den vergangenen Monaten organisierte die neue Linke Kundgebungen gegen den Krieg im Irak. Ihre Mitglieder brachten in den Straßen Warschaus Plakate gegen den Krieg an mit bekannten Bildern aus Vietnam: Wenn die Amerikaner Krieg spielen, fällt für Kinder das Spielen aus". (TS)

  • Datum 29.04.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3aL0
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