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Aktuell Europa

Parlamentschefin läuft zur Linkspartei über

Noch eine griechische Spitzenpolitikerin sagt sich von Syriza los und schließt sich den linken Rebellen an. Zoe Konstantopoulou wirft der Tsipras-Partei "Wahlbetrug" vor.

"Nein zum Schuldendiktat - Ja zu Zoe": Ihre Anhänger waren zur Pressekonferenz in Athen gekommen, um gleichzeitig für die neue Partei der griechischen Linken Propaganda zu machen: Drei Wochen vor der Parlamentswahl erklärte Parlamentspräsidentin Zoe Konstantopoulou publikumswirksam ihren Austritt aus der Syriza-Partei des Ex-Regierungschefs Alexis Tsipras. Der muss damit eine weitere Ausdünnung seines Kaders hinnehmen.

Bei der vorgezogenen Wahl am 20. September werde sie für die neue Linkspartei Volkseinheit (LAE) kandidieren, teilte Konstantopoulou mit. Tsipras und viele seiner engen Mitarbeiter hätten alle ihre Wahlversprechen gebrochen, erklärte die prominente, aber auch umstrittene Parlamentschefin zur Begründung. Schon im Tauziehen um das neue Milliarden-Hilfsprogramm der internationalen Gläubiger hatte sie sich wiederholt offen mit Tsipras angelegt. Nun will sie als Unabhängige die neue Bewegung unter dem linken Parteiveteran Panagiotis Lafazanis unterstützen.

Tsipras war Mitte August als Ministerpräsident zurückgetreten, in der Hoffnung, bei der Neuwahl Rückendeckung für seinen Strategiewechsel und die umstrittenen Reform- und Sparmaßnahmen zu bekommen. Das hatte zum Bruch mit der linken Fraktion in der Syriza geführt.

Umfragen zeigen, dass die neue LAE-Partei, die sich von der Syriza abspaltete, etwa 3,5 bis vier Prozent bei der Wahl bekommen könnte...

SC/haz (rtr, dpa)