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Reise

Park Sanssouci: Marmorsaal wieder geöffnet

Ab Mittwoch können Besucher im Potsdamer Park Sanssouci den seit 2008 wegen Einsturzgefahr gesperrten Prachtraum im Neuen Palais wieder bestaunen.

Die Restaurierung des Marmorsaals im Neuen Palais in Potsdam-Sanssouci ist beendet. Dem 600 Quadratmeter großen Raum in der obersten Etage des von Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) erbauten Schlosses sei sein Charakter zurückgegeben worden, sagte Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Aufgrund falscher Konstruktion und der Verwendung zu nasser Holzbalken drohte der 90 Tonnen schwere Saal auf den darunter liegenden Grottensaal zu stürzen. Die Sanierung kostete rund 4,9 Millionen Euro. Sie war 2013 in Angriff genommen worden. Ab Mittwoch können Besucher den Saal wieder besichtigen. Den kostbaren Boden aus schlesischem Marmor dürfen sie aber nur von einem gläsernen Steg aus bewundern.

Das Neue Palais in Potsdam-Sanssouci entstand nach dem Siebenjährigen Krieg ab dem Jahr 1766. Friedrich II. wollte damit seine Macht und die Größe Preußens zeigen. Er plante einen Prachtbau, ausgestattet mit wertvollen Kunstwerken. Er selbst wohnte dort jedoch nur selten, in den Gäste-Appartements wurden vielmehr Freunde oder Verwandte untergebracht. Das Schloss hat fast 1000 Räume. Die größten Attraktionen sind der Grotten- und der darüber liegende, etwa 90Tonnen schwere Marmorsaal. 1990 erklärte die UNESCO die Schlösser und Parks von Potsdam offiziell zum Welterbe.

is/at (dpa)