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Olympische Spiele

Pariser Olympia-Konzept hoch im Kurs

Das Rennen um die Olympischen Sommerspiele geht in die heiße Phase. Während die IOC-Evaluierungskommission die Bewerbung von Paris lobt, macht der französische Staatspräsident Macron die Kandidatur 2024 zur Chefsache.

Patrick Baumann (l.), Vorsitzender der Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), trifft am 16.05.2017 im Elysee-Palast in Paris den neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron (r.) (Foto: picture-alliance/AP Photo/M. Euler)

Der Vorsitzende der IOC-Evaluierungskommission Baumann (l.) und der neue französische Präsident Macron

Nach ihrer dreitägigen Inspektion in Paris haben Experten des Internationalen Olympischen Komitees das Konzept der Olympia-Bewerberstadt für 2024 gelobt. Es sei außergewöhnlich, sehr solide und "mit bemerkenswerten Sportstätten rund um historische Bauwerke von außerordentlicher Schönheit", sagte Patrick Baumann, der Chef der IOC-Evaluierungskommission. Und: "Diese Diskussion hat keinen Zweifel daran gelassen, dass die Kandidatur von Paris eine extrem starke und solide Unterstützung der Behörden auf allen Ebenen genießt", sagte Baumann weiter.

Paris 2024 wird zur Chefsache 

Denn Dienstagmorgen hatte Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron die IOC-Gesandten im Elyseepalast empfangen. Er zeigte ganz deutlich, wie sehr er hinter der Kandidatur der Hauptstadt steht. Darüber hinaus kündigte Macron an, auch bei der Wahl am 13. September in Lima höchstpersönlich vor Ort zu sein. "Es ist ein Beweis seiner Unterstützung. Es ist nicht nur eine Phrase, sondern es besteht Einigkeit bis in die höchste Ebene des Staates", sagte Bernard Lapasset, Co-Vorsitzender des Bewerbungskomitees.

Die IOC-Kommission lobte zum Abschluss des dreitägigen Besuchs aber sowohl Paris als auch Los Angeles. Beide Städte seien "fantastische" und "sehr starke" Kandidaten. Es sei die "Vision der Spiele, die den Unterschied" ausmachen werde.

Der Rückenwind durch Macron könnte dabei die entscheidende Pariser Trumpfkarte sein. In der jüngeren Vergangenheit hatte das IOC aus Europa Absage um Absage bekommen. Nun stellt sich der Staatspräsident der Nation, die als Wiege der olympischen Bewegung gilt, voll und ganz hinter die Bewerbung - wie eigentlich das gesamte Land. Die Olympia-Opposition hat es in Paris und ganz Frankreich schwer. Für das vielkritisierte IOC eine Wohltat.

Allerdings machte Paris, das als Favorit in die Abstimmung in Lima gehen wird, auch Druck. Die Pläne für das Olympische Dorf seien nur für 2024 gesichert. Ein klarer Fingerzeig, dass Paris bei einer möglichen Doppelvergabe für 2024 und 2028 nicht mit dem Trostpreis zufrieden sein wird.

Los Angeles selbst sieht sich hingegen als Außenseiter. Jedoch konnte die US-Metropole bei der IOC-Besichtigungstour punkten. "Los Angeles ist bereits eine großartige Olympiastadt, aber nach diesen drei Tagen haben wir festgestellt, dass das eine Untertreibung war", hatte Baumann erklärt. Ein weiterer Pluspunkt sind die milliardenschweren Fernsehdeals, die das IOC mit dem US-Fernsehsender NBC abgeschlossen hat: 5,5 Milliarden Euro für den Zeitraum zwischen 2021 und 2032.

ml/ck (sid und dpa)

 

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