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Kultur

Pariser Kunstmesse: Jünger, größer, besser

Mehr Qualität und zahlreiche neue Galerien sollen die Pariser Kunstmesse (Fiac) wieder nach vorn bringen. Insgesamt 220 Galerien stellen bis zum 10. Oktober 2005 an der Porte de Versailles aus - 53 mehr als im Jahr davor. Von den Galerien, die an der viertägigen Messe teilnehmen, kommt die Hälfte aus dem Ausland. Auch sieben deutsche Ausstellungshäuser sind dabei: aus Berlin, Frankfurt und Hamburg.

Die Werke großer Klassiker wie Pablo Picasso, Joan Miró, Georges Braque und Andy Warhol sind dieses Jahr kaum vertreten. Sie wurden von der Künstlergeneration abgelöst, die in den 80er Jahren ihren Höhepunkt hatte, darunter der Franzose Daniel Buren und der erst vor wenigen Monaten gestorbene Paul Rebeyrolle. Stark vertreten sind aber auch junge Künstler, die in den letzten fünf bis zehn Jahren von sich reden machten wie Katinka Lampe, Yan Pei Ming und Oleg Kulik. Die französische Tageszeitung "Libération", die sonst immer sehr hart mit der Fiac ins Gericht geht, gab sich mit dem Niveau der Messe äußerst zufrieden: "Die Qualität der Fiac gefällt."

Der vor mehr als 30 Jahren gegründeten Pariser Kunstmesse wurde noch 2002 ein baldiges Ende vorausgesagt. Sie galt als zu klassisch, konventionell, nicht jung genug. Mit der neuen Direktion scheint diese Gefahr gebannt zu sein. "Wir haben den internationalen Aspekt entwickelt und Galerien zurückgeholt, vor allem französische, die der Fiac in den letzten Jahren den Rücken gekehrt hatten", erklärten die Direktoren Jennifer Flay und Martin Béthenod.