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Aktuell Welt

Papstwahl beginnt am Dienstag

Die Wahl eines neuen Papstes beginnt an diesem Dienstag. Das Kardinalskollegium kommt dann zum Konklave zusammen, um den Nachfolger des aus Altersgründen zurückgetretenen Benedikt XVI. zu bestimmen.

Den Termin 12. März beschlossen die in Rom versammelten Kardinäle bei einer Generalkongregation, wie Vatikansprecher Federico Lombardi mitteilte. Am Dienstagvormittag feiern die Kardinäle zunächst eine Messe im Petersdom, nachmittags beginnen sie das Konklave in der Sixtinischen Kapelle (Artikelbild), wie Lombardi weiter bekanntgab.

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Störsender im Vatikan

Das Amt des Papstes ist seit dem Rücktritt von Benedikt XVI. am 28. Februar vakant. Der 85-jährige Papst aus Deutschland war aus Altersgründen aus dem Amt geschieden. Es war der erste Rücktritt eines Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche seit dem Mittelalter.

Stimmberechtigt bei der Wahl des Nachfolgers von  Benedikt XVI. sind 115 Kardinäle aus aller Welt. Wie lange das Konklave dauern wird, hängt von der Zahl der erforderlichen Wahlgänge ab. Der Papst muss mit einer Zweidrittel-Mehrheit - also mindestens 77 Stimmen - gewählt werden. Die Sixtinische Kapelle wird während des Konklaves von der Außenwelt streng abgeschirmt.  Die Kardinäle sowie die im Konklave tätigen Helfer verpflichten sich eidlich zu absoluter Geheimhaltung. Die Benutzung von Kommunikationsmitteln aller Art, von Zeitungen bis Twitter, ist untersagt.

Weißer Rauch nach erfolgreicher Wahl

Abgestimmt wird mit Stimmzetteln, die anschließend verbrannt werden. Steigt schwarzer Rauch aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle auf, bedeutet dies: die Abstimmung brachte kein Ergebnis. Weißer Rauch signalisiert: ein neuer Papst ist gewählt.

Weißer Rauch am 19. April 2005: Papst Benedikt XVI. ist gewählt.

Weißer Rauch am 19. April 2005: Papst Benedikt XVI. ist gewählt.

Das bisher längste Konklave dauerte vom 29. November 1268 bis 1. September 1271, das kürzeste im Jahr 1503 nur wenige Stunden. Papst Benedikt XVI. wurde 2005 am zweiten Tag im vierten Wahlgang gewählt. Im Vatikan hieß es nach Korrespondentenberichten,  die Kardinäle strebten eine schnelle Entscheidung an, damit der neue Papst zum höchsten Feiertag der römisch-katholischen Kirche, dem Osterfest, im Amt sein kann.

In den Medien gingen unterdessen die Spekulationen darüber weiter, wer neuer Papst werden könnte. Als Favoriten genannt werden vor allem der Mailänder Erzbischof Angelo Scola und der brasilianische Kardinal Odilo Pedro Scherer. Zu den spannenden Fragen gehört, ob das nächste Oberhaupt der weltweit knapp 1,2 Milliarden Katholiken wieder aus Europa kommt oder ein Kardinal aus Nordamerika oder aus der südlichen Hemisphäre zum Papst gewählt wird.

wl/re (dpa, rtr, afp,.epd, kna)

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