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Aktuell Welt

Papst zeigt erstmals Petrus-Reliquien

Zum Abschluss des "Jahrs des Glaubens" hat der Vatikan erstmals einen Schrein mit Reliquien präsentiert, die vom Apostel Petrus stammen sollen. Papst Franziskus ehrte die Knochenfragmente mit Weihrauch.

Zu der Messe auf dem Petersplatz in Rom waren rund 60.000 Gläubige gekommen. Zum Abschluss hielt der Past eine bronzefarbene Kassette in den Händen. Das Reliquiar trägt die Aufschrift: "Aus den Knochen, die in den Grotten der vatikanischen Basilika gefunden wurden, und die als die des seligen Apostels Petrus gelten".

Ein letzter Beweis für die Echtheit steht aus

Die Kassette enthält acht Knochenfragmente und wurde seit 1971 in der Kapelle der päpstlichen Wohnräume aufbewahrt. Die Knochensplitter waren mehr als 20 Jahre zuvor bei Grabungen unter dem Petersdom entdeckt worden.

Die Echtheit der zwei bis drei Zentimeter langen Knochensplitter wurde nie vom Vatikan bestätigt. Allerdings erklärte Papst Paul VI. im Jahr 1968, wissenschaftliche Tests hätten ergeben, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Knochenreste von Petrus handele.

Ene zentrale Gestalt der Kirche

Petrus war einer der zwölf Apostel um Jesus Christus. Er starb wahrscheinlich in Rom als Märtyrer. Außerdem wird er in der katholischen Kirche als erster Papst verehrt.

Abschlussmesse zum Jahr des Glaubens, Foto: REUTERS

Rund 60.000 Menschen kamen zum Abschluss des "Jahrs des Glaubens"

In seiner Predigt rief Franziskus zu Frieden und Eintracht im Heiligen Land, Syrien und im ganzen Orient auf. Das "Jahr des Glaubens" hatte sein Vorgänger Papst Benedikt XVI. am 50. Jahrestag des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils am 11. Oktober 2012 eröffnet.

Benedikt wollte damit nach eigenen Worten ein Zeichen gegen zunehmende Verweltlichung und Orientierungslosigkeit setzen. Über mangelndes Interesse muss sich der Vatikan aber nicht beklagen. Nach dessen Angaben kamen in diesem Jahr etwa 8,5 Millionen Pilger nach Rom.

haz/gmf (dpa, kna, afp,epd)

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