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Besuch in Ägypten

Papst will in Kairo Religionen einen

Als "Reise der Brüderlichkeit" bezeichnet Papst Franziskus seinen Besuch. Doch in Ägypten töten islamistische Bomben immer wieder christliche Gottesdienstbesucher. Entsprechend hoch sind die Sicherheitsvorkehrungen.

Papst Franziskus ist zu seinem Ägyptenbesuch in Kairo eingetroffen und dort zunächst vom Staatspräsidenten Abdel Fattah al-Sisi in seinem Palast empfangen worden. Mittlerweile erreichte Franziskus die sunnitisch-islamische Al-Azhar-Universität, wo ein Treffen mit Großimam Ahmed Mohammed al-Tajjib auf der Agenda steht. Im Rahmen einer dort stattfindenden Friedenskonferenz stellte der Papst sich gegen religiös motivierte "Barberei". "Lasst uns ein klares 'Nein' aussprechen zu jeder Form der Gewalt, Vergeltung und Hass, die im Namen der Religion oder im Namen Gottes verübt werden", sagte er.

Der Papstbesuch findet unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt. In den vergangenen Monaten war das nordafrikanische Land mehrfach von islamistischen Attentaten auf christliche Gottesdienste erschüttert worden. Erst Mitte April waren mehr als 40 Menschen bei zwei Anschlägen auf Kirchen im Norden des Landes getötet worden.

Der Friedensbringer?

Papst Franziskus hofft nun, die Minderheit der koptischen Christen und die Muslime im Land wieder zusammenbringen zu können. "Dies ist eine Reise der Einheit und Brüderlichkeit", sagte er einer Gruppe Journalisten im Flugzeug kurz vor der Landung. Sein Besuch steht unter dem Motto: "Papst des Friedens in einem Ägypten des Friedens."

Franziskus soll im Rahmen seiner "intensiven" Reise noch mit dem Papst der koptischen Christen, Tawadros II., zusammentreffen. Außerdem ist ein Besuch der Kirche St. Peter und Paul geplant, in der bei einem Selbstmordanschlag im Dezember 29 Menschen getötet wurden.

mrk/uh (dpa, kna, afp)

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