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Aktuell Nahost

Papst: Stoppt den Aggressor

Für einen Papst ist es eine eher ungewöhnliche Erklärung: Franziskus hat den Versuch gutgeheißen, den Vormarsch der Islamisten im Irak zu stoppen. Das ist mehr als nur an die Friedfertigkeit zu appellieren.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche äußerte sich vor Journalisten im Flugzeug auf seiner Rückreise aus Südkorea nach Rom. Nach seinen Worten ist ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft im Nordirak das richtige Vorgehen gegen die militanten Islamisten. "Wo es einen unrechtmäßigen Aggressor gibt, ist es berechtigt, ihn zu stoppen. Ich unterstreiche das Verb stoppen, nicht bombardieren oder Krieg führen", fügte der Pontifex hinzu. Die Vereinten Nationen müssten diskutieren, wie der Angreifer gestoppt werden könne, forderte der 77-Jährige.

Der Papst erklärte sich auch bereit, in die Krisenregion im Nordirak zu reisen. "In diesem Moment ist es nicht das Beste, was man tun kann, aber ich bin dazu bereit", erklärte Franziskus. Gleichzeitig appellierte er an die Solidarität der internationalen Gemeinschaft. "Eine einzelne Nation kann nicht beurteilen, wie ein Aggressor gestoppt wird", unterstrich das Kirchenoberhaupt. Deshalb seien nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinten Nationen gegründet worden, die nun gemeinsam eine Lösung finden müssten. "Man sollte im Kopf behalten, wie oft mit dieser Entschuldigung, einen Angreifer zu stoppen, die Mächte einen wirklichen Eroberungskrieg begonnen haben."

Er will aber keinen Krieg

Für das kommende Jahr kann sich Franziskus nach eigenen Worten eine Reise in die USA vorstellen, vielleicht mit einem Zwischenstopp in Mexiko. Auch Spanien sei eine Option. Zu einer Reise nach China sei er jederzeit bereit, betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche. "Der Heilige Stuhl ist immer offen für Kontakte, immer", erklärte der Papst.

ml/wa (dpa,rtr)

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