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Aktuell Europa

Papst-Kammerdiener nicht mehr in Haft

In der "Vatileaks"-Enthüllungsaffäre gibt es eine neue Entwicklung: Der wegen des Diebstahls päpstlicher Geheimdokumente festgenommene Kammerdiener wurde aus der Haft entlassen. Ein Freispruch ist das allerdings nicht.

Zwei Monate nach seiner Festnahme befindet sich der päpstliche Kammerdiener Paolo Gabriele wieder in "provisorischer Freiheit". So bezeichnet Vatikansprecher Federico Lombardi die Enlassung des Beschuldigten. Ganz frei bewegen kann sich Gabriele aber weiterhin nicht: Nach einer abschließenden Befragung entließ der vatikanische Untersuchungsrichter ihn zunächst in einen Hausarrest.

Anklage wegen schweren Raubes?

Die vatikanische Justiz müsse in den nächsten Tagen entscheiden, ob sie ein offizielles Verfahren gegen Gabriele eröffne und ihn wegen schweren Raubes anklage - oder ob sie den Fall niederschlage, erklärte Lombardi weiter. Auch die dreiköpfige Kardinalskommission, die parallel zur vatikanischen Justiz Ermittlungen über den Geheimnisverrat und die Veröffentlichung vertraulicher Vatikandokumente anstellte, habe ihre Arbeit beendet. Die vom spanischen Kardinal Julian Herranz geleitete Gruppe habe dem Papst in den vergangenen Tagen ihren Abschlussbericht vorgelegt. Über den Inhalt wurde bislang nichts bekannt.

Der Kammerdiener soll eine Reihe vertraulicher Dokumente entwendet haben, die dann durch Medien publik wurden. In den vergangenen Monaten waren mehrere teils brisante Dokumente aus dem Vatikan an die Öffentlichkeit gelangt, so zu einem angeblichen Mordkomplott gegen Benedikt oder über das umstrittene Finanzgebaren der Vatikanbank.

fw/ml (kna, dpa, rtr, afp, dapd)

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