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Aktuell Afrika

Papst Franziskus mahnt Regierung in Uganda zu Rechtschaffenheit

Franziskus appellierte an Staatspräsident Museveni für das Wohl der gesamten Gesellschaft zu sorgen. Uganda brauche eine gute und transparente Regierung, die eine gerechte Verteilung der Güter sicherstellt, forderte er.

Präsident Yoweri Museveni (r.) neben Franzsikus (Foto: Reuters)

Präsident Museveni empfing den Papst in Kampala

Vor den verantwortlichen Politikern um Staatspräsident Yoweri Museveni, dem Diplomatischen Korps und Vertretern des öffentlichen Lebens in Kampala fand Franziskus klare Worte. Gott habe Uganda mit überreichen Ressourcen gesegnet, "und Ihre Aufgabe besteht darin, sich als deren verantwortliche Verwalter zu erweisen", stellte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche klar. Einen ähnlichen Appell hatte Franziskus bei seinem vorausgegangenen Besuch in Kenia an die Eliten des Landes gerichtet.

Umstrittenes NGO-Gesetz verabschiedet

Aber anders als Kenia hat Uganda keine demokratische Tradition. Seit 1986 wird das Land von Präsident Museveni zunehmend autokratisch regiert. Im kommenden Februar will er sich ein weiteres Mal zur Wahl in dem ostafrikanischen Binnenstaat stellen. Zur Zeit geht seine Regierung rigoros gegen Nichtregierungsorganisationen (NGO) vor.

Junge Frau hält ein Foto von Papst Franziskus hoch (Foto: Reuters)

Die katholische Kirche setzt sich in Uganda dafür ein, dass junge Menschen eine Perspektive erhalten

Dazu verabschiedete das Parlament am Donnerstag ein umstrittenes Gesetz, das der Regierung weitreichende Möglichkeiten zur Kontrolle und zum Verbot von Organisationen der Zivilgesellschaft gibt. Menschenrechtler warnten, das Gesetz werde jede Kritik an der Regierung "abwürgen".

Lob für Ugandas Aufnahme von Flüchtlingen

Franziskus mahnte zu einem Geist der Versöhnung über alle Grenzen von Überzeugungen und Religionen hinweg. Zudem rief er dazu auf, der Jugend des Landes durch Ausbildung und Erwerbsmöglichkeiten eine Perspektive zu geben. Dafür engagiert sich auch die katholische Kirche, der knapp die Hälfte der Ugander angehören.

Die Eingliederung von Zehntausenden ehemaligen Kindersoldaten in die Gesellschaft stellt ein großes Problem dar in dem Land, das nach jahrzehntelangen blutigen Konflikten nur allmählich zur Ruhe kommt. Franziskus dankte Uganda für die Aufnahme vieler Flüchtlinge aus den Nachbarländern. Man habe es mit einer "nie dagewesenen Bevölkerungsbewegung" zu tun.

uh/jj (dpa,afp,kna)

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