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Migration

Papst Franziskus lobt Web-Portal InfoMigrants

Seit Monaten bietet das EU-Kooperationsprojekt InfoMigrants online Informationen für Flüchtlinge auf Arabisch, Englisch und Französisch. An dem Web-Portal ist auch die DW beteiligt. Jetzt fand der Papst lobende Worte.

Großes Lob aus Rom: Papst Franziskus hat dem Online-Projekt InfoMigrants, einer Kooperation der drei internationalen Medienhäuser Deutsche Welle, France Médias Monde und der italienischen Nachrichtenagentur ANSA, seine Anerkennung ausgesprochen. In einem persönlichen Brief an die Organisatoren schrieb er: "Ich möchte meine aufrichtige Wertschätzung für diese wichtige Initiative zum Ausdruck bringen."

Er habe „mit Freude von den Fortschritten des Projekts Kenntnis genommen", heißt es im Schreiben des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche. Die Medienhäuser setzten sich für die Integration Schutzbedürftiger ein. Zudem stehe die Initiative für menschliche und christliche Werte – dem Fundament der europäischen Gesellschaft.

Der Papst sprach von einer "bedeutenden Initiative" und sprach die Hoffnung aus, dass sie auf der einen Seite helfe, diese Menschen unter pflichtgetreuer Wahrung der Gesetze der Aufnahmeländer zu integrieren, und auf der anderen Seite "innerhalb der Gesellschaft ein erneuertes Bekenntnis für eine authentische Kultur der Aufnahme und Solidarität hervorbringt".

Italien Papst Franziskus (Reuters/R. Casilli)

Papst Franziskus hat die Herausforderungen der Migration zu einem zentralen Thema seines Pontifikats gemacht

Wege zur legalen Migration

„Wir freuen uns über die Ermutigung des Heiligen Vaters", sagte DW-Intendant Peter Limbourg. „Das Schicksal von Millionen von Flüchtlingen und Migranten darf uns nicht gleichgültig sein. Mit InfoMigrants ist es uns gelungen, über nationale Grenzen hinweg ein europäisches Medienprojekt zu starten. Wir wollen den Menschen helfen, sie aber auch über die Gefahren einer Flucht aufklären und ihnen Wege zu einer legalen Migration aufzeigen."

Seit gut vier Monaten informiert die dreisprachige Plattform InfoMigrants.net Menschen aus und in Subsahara-Afrika, dem Nahen Osten sowie Afghanistan und Pakistan über die Gefahren einer Flucht nach Europa und das europäische Asylverfahren. Mit Hintergrundinformationen und praktischen Hinweise versucht sie, über Bedingungen für Flüchtlinge in Europa aufzuklären und mit falschen Versprechen von Schleppern aufzuräumen. Zudem weist die Plattform auf hilfreiche Initiativen und Integrationsangebote hin. Das von der Europäischen Kommission finanzierte Online-Projekt ist eine bislang einzigartige Kooperation führender internationaler Medienhäuser zum Thema Migration.

Drei Redaktionen, ein Team

Seit Februar arbeiten bei den drei Partnern Redaktionsteams an Blogs und Facebook-Auftritten in den Projektsprachen Englisch, Arabisch und Französisch. Tagesnachrichten deckt das Angebot ebenso ab wie Erfahrungsberichte von Flüchtlingen und Erklärstücke, beispielsweise zu internationalen Vereinbarungen wie dem EU-Türkei-Abkommen. Auch über das Förderprogramm „Starthilfe Plus" des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für freiwillige Rückkehrer informiert InfoMigrants.

Seit Mitte Mai bietet die für die mobile Nutzung optimierte Webseite eine verbesserte Navigation, eine vereinfachte Suche nach Schlagwörtern und Ländern sowie interaktive Elemente. Nutzer haben so die Möglichkeit, ihre persönliche Geschichte auf der Seite einzureichen. Die französisch-deutsch-italienische Kooperation ist zunächst auf ein Jahr angesetzt. Danach wird gemeinsam mit der EU über eine Fortführung entschieden.

kle/uh (dpa, DW, ANSA)

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