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Aktuell Europa

Papst empfängt Merkel zur Privataudienz

Der Terminkalender der Bundeskanzlerin ist mehr als dicht, doch die Privataudienz bei Papst Franziskus war ihr offenbar wichtig. Es ist bereits die dritte Begegnung mit dem katholischen Kirchenoberhaupt.

Papst Franziskus traf zum wiederholten Mal mit der aus einem protestantischen Pfarrhaus stammenden Regierungschefin zusammen. Angela Merkel wollte bei der Privataudienz in Rom unter anderem über die Themen Armutsbekämpfung, Klimaschutz und Gesundheit sprechen, die im Mittelpunkt der deutschen G7-Präsidentschaft stehen sollen.

Darüber hinaus dürfte es um die europäische Flüchtlingspolitik gegangen sein. Zuvor hatte Merkel versichert, sie verstehe die Kritik des Papstes am Umgang mit Flüchtlingen. In der Tat sei die Situation "sehr unbefriedigend". Franziskus hatte 2013 die Insel Lampedusa mit ihrem Flüchtlingslager zum Ziel seiner ersten Reise als Papst gemacht.

Im Anschluss an die Begegnung mit Papst Franziskus wollte die Bundeskanzlerin mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zusammentreffen. Zudem stand ein Besuch bei der 1968 gegründeten katholischen Basisgemeinschaft Sant'Egidio auf dem Programm.

Treffen auch mit Schavan

Merkel traf in Rom auch die deutsche Botschafterin am Heiligen Stuhl, Ex-Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Schavan, die einst als enge Vertraute Merkels galt, hatte im Zuges eines Plagiatsskandals ihren Doktortitel verloren und war von ihrem Regierungsamt zurückgetreten. Seit vergangenem Sommer vertritt die frühere CDU-Politikerin die Bundesrepublik im Vatikan.

as/chr (dpa, epd)