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Aktuell Welt

Papst Emeritus wieder im Vatikan

Zwei Monate nach seinem Rücktritt ist der emeritierte Papst Benedikt in den Vatikan zurückgekehrt. Er wird dort in einem ehemaligen Kloster wohnen. Sein Amtsnachfolger Franziskus begrüßte ihn dort.

Nach seinem historischen Rücktritt Ende Februar hatte sich Benedikt XVI. in die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo nahe Rom zurückgezogen. Von dort wurde der 86-jährige mit einem Hubschrauber in den Vatikan gebracht.

Mit einem Auto ging es anschließend in das frühere Kloster Mater Ecclesiae. Der Pressedienst des Vatikan erklärte, es werde keine Fotos von der Ankunft des früheren Papstes geben. Dadurch wurden erneut Gerüchte befeuert, Benedikt sei gesundheitlich stark angeschlagen. Vatikansprecher Federico Lombardi trat dem mit der Bemerkung entgegen, Benedikt sei "vom Alter geschwächt", er leide aber an keiner Krankheit.

In einer Erklärung des Vatikan heißt es, in Mater Ecclesiae sei der frühere Papst "mit einer großen und brüderlichen Herzlichkeit" von Papst Franziskus empfangen worden. Die beiden Geistlichen hätten sich anschließend zum Gebet zurückgezogen.

Der emeritierte Papst sei "glücklich, in den Vatikan zurückzukehren", hieß es weiter. Dort werde er sich in den Dienst der Kirche stellen - und das vor allem durch das Gebet.

Papst Franziskus und sein Vorgänger Benedikt XVI. beim gemeinsamen Gebet (Foto: reuters/ Osservatore Romano)

Papst Franziskus und sein Vorgänger Benedikt XVI. beim gemeinsamen Gebet in Castel Gandolfo im März

Das frühere von Nonnen bewohnte Kloster in den vatikanischen Gärten war in den vergangenen Wochen umgebaut worden. Es ist nun das erste Mal überhaupt, dass ein amtierender und ein früherer Papst gemeinsam im Vatikan leben. Benedikt XVI. und Papst Franziskus, der noch immer im Gästehaus St. Martha wohnt, leben nur einige hundert Meter voneinander entfernt.

uh/sti (afp, kna)

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