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Wort der Woche

Pappenheimer

Kennen Sie einen echten Pappenheimer? Wahrscheinlich nicht, denn der Ort Pappenheim hat nur wenige Einwohner.

Man hört oft von den Pappenheimern. Jeder scheint einen zu kennen. "Ich kenn doch meine Pappenheimer", sagt eine Lehrerin, die weiß, dass es ihre Schüler waren, die heimlich auf der Toilette geraucht haben. "Ich kenn doch meine Pappenheimer", sagt ein Vater, der sich sicher ist, dass seine Söhne im Schuppen des Nachbarn ein Feuerchen gelegt haben. Und der Hausmeister sagt den Satz, wenn er weiß, dass es die Nachbarskinder waren, die Würmer in die Briefkästen geworfen haben. Sind die Pappenheimer also ein Völkchen, das viel Unsinn macht? Im Gegenteil: Pappenheim ist eine ruhige Stadt mit nur 4000 Einwohnern. Bekannt wurde der Name nur durch das Theaterstück Wallenstein von Schiller. Da sagt der Feldherr Wallenstein den Satz "Daran erkenn’ ich meine Pappenheimer" zu Soldaten, die von einem Grafen aus Pappenheim angeführt werden. Er fand, dass die Soldaten sich gut verhalten haben. Im heutigen Sprachgebrauch ist die positive Bedeutung nicht mehr vorhanden. Heute bezeichnet man jemanden als Pappenheimer, der etwas angestellt hat und von dem man auch genau das erwartet. Trotzdem: Dem "Pappenheimer" kann man nie wirklich böse sein.

Autorin: Hanna Grimm

Redaktion: Shirin Kasraeian

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