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Asien

Panzer im Pankisi-Tal

Georgische Truppen sind am Sonntag (25.8.2002) in das Pankisi-Tal eingerückt. Dorthin hatten sich zahlreiche Tschetschenen zurückgezogen. Der russischen Regierung war das potentielle Terrornest stets ein Dorn im Auge.

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Unter Aufsicht: Georgischer Wachposten vor dem Pankisi-Tal

Zuvor waren am Samstag an der russisch-georgischen Grenze acht russische Soldaten getötet worden, zwei werden noch vermisst. Der Vorfall ereignete sich in der russischen Teilrepublik Inguschetien. In Moskau galt dies als Tat tschetschenischer Rebellen. Daraufhin wurde das Pankisi-Tal, das auf georgischem Territorium liegt, bombardiert. Die USA kritisierten Russland wegen der Luftangriffe. Überraschend daran ist allerdings, dass die USA selber im Pankisi-Tal Verbindungen zum Al-Kaida-Netzwerk vermutet hatten.
Alle Dörfer des Tals seien besetzt worden, erklärte der georgische Vizeminister für Staatssicherheit, Lascha Nazwilischwili, in der Hauptstadt Tiflis. In dem Tal halten sich nach georgischen Angaben etwa 7500 Flüchtlinge sowie bis zu 800 Rebellen aus Tschetschenien auf.
Das russische Außenministerium hatte Georgien stets vorgeworfen, zu wenig gegen die Tschetschenen zu unternehmen.

Stachel im Fleische Russlands

Russland rief Georgien auf, bei der Suche nach den beiden vermissten Soldaten zu helfen. Militärs erklärten, russische Truppen hätten die Grenze zwischen Georgien und dem Süden Tschetscheniens, der Hochburg der tschetschenischen Kämpfer, weitgehend abgeriegelt. Deshalb machten die Rebellen einen Umweg über Hochgebirgspfade nach Inguschetien. Das Verhältnis zwischen Georgien und Russland war durch die weitgehend anarchischen Zustände im abgelegenen Pankisital belastet. Die jetzige Militäroperation sei nur unter erheblichem Druck Moskaus zustande gekommen, kommentierte die russische Zeitung Iswestija das harte Durchgreifen der Georgier. (dk)

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