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Politik

Palästinenser kündigen weitere Proteste an

Die Palästinenser haben weitere Protestaktionen gegen die Erstürmung des Gefängnisses von Jericho im Westjordanland durch israelische Soldaten angekündigt. Ihre Geiseln ließen sie jedoch frei.

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Palästinenser steckten ein Fahrzeug vor dem British Council in Gaza in Brand

"Die PFLP wird nicht mit gefesselten Händen die Verschleppung des Genossen Saadat hinnehmen", sagte Kajed al-Ghul, ein Anführer der "Volksfront zur Befreiung Palästinas" (PFLP) im Gazastreifen. Der PFLP-Parlamentarier Chalida Dscharrar sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch (15.3.2006), die Organisation habe zu Streiks und Protesten in Gaza, dem Westjordanland und Ost-Jerusalem aufgerufen.

Gewalt und Gegengewalt

Die israelische Armee hatte das Gefängnis in Jericho seit Dienstagmorgen belagert, mit Granaten beschossen und Teile des Gebäudes mit Bulldozern zerstört, um den inhaftierten Palästinenserführer Ahmed Saadat und mehrere Gefolgsleute in ihre Gewalt zu bringen. Am Abend gaben die Palästinenser auf und stellten sich den israelischen Sicherheitskräften. Israel wirft Saadat vor, für den Anschlag auf Israels Tourismusminister Rehawam Seewi vor fünf Jahren verantwortlich zu sein.

Der Sturm auf das Gefängnis löste eine neue Welle der Gewalt in den Palästinenser-Gebieten aus, bei der am Dienstag mindestens neun Ausländer zeitweise als Geiseln genommen wurden. Gebäude der EU und anderer Organisationen wurden angegriffen, einige in Brand gesetzt.

Geiseln frei

Die militanten Palästinenser ließen ihre drei letzten ausländischen Geiseln am Mittwoch frei. Die PFLP habe der Polizei zwei Franzosen und einen Koreaner übergeben, die nun auf dem Weg nach Gaza seien, teilten palästinensische Sicherheitskreise mit. Israel hat seine Polizei in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Behörden fürchten Anschläge, berichtete der israelische Rundfunk am Mittwoch. Auf öffentlichen Plätzen sei die Präsenz der Polizei verstärkt worden. (mas)

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