Palästinenser im Westjordanland getötet | Aktuell Nahost | DW | 16.11.2015
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Aktuell Nahost

Palästinenser im Westjordanland getötet

Erneut haben israelische Soldaten zwei Palästinenser erschossen. Der Zwischenfall ereignete sich im besetzten Westjordanland. Dort geht die Armee mit Strafmaßnahmen gegen Attentäter vor.

Die tödlichen Schüsse auf die beiden Palästinenser fielen, als die israelische Armee mit dem Abriss des Hauses eines palästinensischen Attentäters im besetzten Westjordanland begann. So schildern jedenfalls Augenzeugen und Krankenhausmitarbeiter das Geschehen. Nach Angaben des israelischen Militärs wurden drei Palästinenser von Kugeln getroffen, als es während des Hausabrisses in Kalandija zwischen Ramallah und Ost-Jerusalem zu einem Schusswechsel kam.

Immer wieder Messerangriffe

Seit Anfang Oktober ist die Lage vor allem im besetzten Westjordanland und in Jerusalem angespannt. Es gab zahlreiche Attacken von Palästinensern auf Israelis. Als Reaktion darauf hat die israelische Armee begonnen, Häuser von palästinensischen Attentätern abzureißen, was die Spannungen weiter erhöht. In dem nun zerstörten Haus wohnte nach israelischen Angaben ein Mann, der am 19. Juni einen Israeli im Westjordanland getötet haben soll.

Insgesamt wurden bei den palästinensischen Anschlägen seit Anfang Oktober bislang zwölf Israelis umgebracht. Im Zuge der Unruhen, die auch auf das Grenzgebiet zum palästinensischen Gazastreifen übergriffen, wurden im gleichen Zeitraum etwa 80 Palästinenser getötet. Viele von ihnen hatten vorher Messerattacken oder auch Angriffe mit Schusswaffen verübt. Das höchste Gericht Israels hatte in der vergangenen Woche die Zerstörung der Wohnhäuser als Strafmaßnahme erlaubt. Als ein Auslöser der Gewalt gilt ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist.

ml/stu (dpa,afp)