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Aktuell Nahost

Palästinenser flüchten aus dem Gazastreifen

Israel und die Hamas haben sich am Wochenende die schwersten Angriffe seit Beginn der Eskalation vor fast einer Woche geliefert. Vor weiteren Luftschlägen rief Israel die Bewohner im Gazastreifen zur Flucht auf.

Bei ihrer Offensive im Gazastreifen hat die israelische Armee kurzzeitig auch Bodentruppen eingesetzt. Ein Elitekommando der Marine sei in der Nacht zum Sonntag in den Norden des Palästinensergebiets eingedrungen und habe eine Raketenstellung der radikalislamischen Hamas angegriffen, berichtete der israelische Rundfunk.

Sonderkomando im Einsatz

Der bewaffnete Arm der Hamas, die Essedin-al-Kassam-Brigaden, teilte mit, dass ein israelisches Kommando versucht habe, vom Meer aus an Land zu gehen. Dabei habe es Feuergefechte mit palästinensischen Kämpfern gegeben. Ein israelischer Armeesprecher sagte, vier Soldaten seien leicht verletzt worden. Insgesamt wurden seit Beginn der Offensive am Dienstag 166 Palästinenser getötet und 1120 verletzt, darunter überwiegend Zivilisten. Auf israelischer Seite gab es keine Todesopfer.

Im Norden des Gazastreifens setzte eine Massenflucht ein, nachdem die israelische Armee die Bewohner zweier Stadtteile von Beit Lahija an der Grenze zu Israel aufgerufen hatte, "umgehend" ihre Häuser zu verlassen. Mit Flugblättern, SMS und automatisierten Anrufen wurde die Zivilbevölkerung angehalten, "sich zu ihrer eigenen Sicherheit von Aktivisten der Hamas und ihren Operationsbasen zu entfernen".

Tausende suchen Schutz

Laut einem Bericht des Armeeradios waren Luftangriffe "in bisher nicht gekanntem Ausmaß" geplant. Tausende Menschen flohen im Auto, auf Eselsrücken, mit Pferdekarren oder zu Fuß aus Beit Lahija, wie Korrespondenten berichteten. Die Hamas forderte die Bewohner auf, den Anordnungen nicht Folge zu leisten und zu Hause zu bleiben. Nach Angaben des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) suchten mehr als 6000 Menschen Schutz in Einrichtungen des Hilfswerks.

uh/mak (dpa,afp,rtr)