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Aktuell Asien

Pakistanische Extremisten bekennen sich zu Anschlag

Tagelang hielt eine Gruppe von Kämpfern eine indische Militärbasis besetzt, ehe der Angriff niedergeschlagen werden konnte. Nun hat sich eine Extremistengruppe aus Pakistan zu dem Überfall bekannt.

Indische Polizisten in Alarmzustand in Pathankot (Foto: AFP)

Indische Polizisten im Alarmzustand in Pathankot

Der Vereinte Dschihad Rat (UJC) teilte mit, seine "kaschmirischen Freiheitskämpfer" hätten den Luftwaffenstützpunkt in Pathankot angegriffen. Die UJC ist ein Zusammenschluss mehrerer Extremistengruppen, die Anschläge gegen indische Einrichtungen verüben. Ihr Anführer Sayed Salahuddin und andere Mitglieder der Allianz treten öffentlich in pakistanischen Städten auf.

Das pakistanische Außenministerium teilte mit, man überprüfe Hinweise, die Indien übermittelt habe. Indische Medien waren schon zuvor davon ausgegangen, dass die Angreifer pakistanische Extremisten seien, die die nur rund 50 Kilometer entfernt gelegene Grenze nach Indien überquert hätten. Sie hätten Militäruniformen getragen und unterwegs zwei Autos geraubt.

14-stündiger Schusswechsel

Mindestens sechs Täter waren am Samstagmorgen in die riesige Militär-Basis im nordindischen Bundesstaat Punjab eingedrungen und hatten sieben indische Soldaten getötet. 20 indische Soldaten wurden verletzt. Im Zuge der stundenlangen Schießereien wurden auch fünf Angreifer getötet. Auch am Montag waren noch vereinzelt Schüsse auf dem Gelände zu hören, ehe die Besetzung beendet werden konnte. Am Dienstag durchsuchten indische Soldaten mit Unterstützung durch Militärhubschrauber die Basis.

Ob ein geplantes Treffen von Top-Diplomaten der beiden Atommächte Mitte Januar wegen der Attacke nun abgesagt wird, ist ungeklärt. Indische Medien berichteten, dass der Angriff die jüngste Annäherung beider Länder gefährde. Erst vor wenigen Tagen war der indische Regierungschef Narendra Modi überraschend nach Pakistan gereist, um neue Friedensgespräche voranzutreiben. Es war der erste Besuch eines indischen Premier im verfeindeten Nachbarland seit elf Jahren.

kle/uh (dpa, afpe)