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Aktuell Asien

Pakistan richtet wieder vier Männer hin

Sechs Jahre lang hatte das Land die Todesstrafe nicht vollstreckt. Seit dem Terroranschlag in Peschawar vor rund einem Jahr wurden mehr als 300 Menschen exekutiert.

Mit der Hinrichtung der vier Männer hat Pakistan seine Serie von Exekutionen fortgesetzt. Die Verurteilten wurden in einem Gefängnis im Nordwesten Pakistans nahe der Stadt Peschawar gehängt, teilte ein Verwaltungsbeamter des Gefängnisses mit. Die Leichen wurden anschließend den Angehörigen übergeben.

Militärgerichte hatten die vier Männer wegen Terrorismus im April zu Tode verurteilt. Sie hätten unter anderem Selbstmordattentäter unterstützt und tödliche Angriffe auf Soldaten verübt, sagte ein ranghoher Sicherheitsbeamter. Details zu den konkreten Taten wurden nicht genannt.

Rang 3 der meisten Hinrichtungen weltweit

Nach einem sechsjährigen Moratorium vollstreckte Pakistan in diesem Jahr nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen 320 Menschen – die meisten wegen Mordes, nicht Terrorismus. Das Land rückte damit innerhalb weniger Monate nach dem Iran und China an die dritte Stelle der Länder mit den meisten Hinrichtungen. Offizielle Zahlen liegen allerdings nicht vor.

Pakistan führte die Todesstrafe nach einem Attentat auf eine Schule in Peschawar im Dezember 2014 wieder ein. Bei dem Terroranschlag hatten radikalislamische Taliban mehr als 150 Menschen getötet, darunter 136 Kinder. Als Reaktion auf das Massaker wurden auch Militärgerichte eingerichtet. Menschenrechtsgruppen kritisieren den Mangel an Standards für faire Prozesse und Transparenz dieser Gerichte.

myk/fab (dpa,afp)

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