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Aktuell Asien

Pakistan: Passagiermaschine gerät unter Beschuss

Unbekannte haben im Nordwesten Pakistans auf ein landendes Passagierflugzeug geschossen. Eine Frau starb, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Der Flughafen der Stadt Peschawar wurde umgehend abgeriegelt.

Nach der Landung wurde die Maschine mit knapp 200 Menschen an Bord evakuiert, wie die Fluglinie Pakistan International Airline (PIA) mitteilte. Sicherheitskräfte suchten nach dem oder den Schützen. Das Flugzeug war aus der saudi-arabischen Hauptstadt Riad gekommen.

Peschawar ist die Hauptstadt der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Sie grenzt an die halbautonomen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan, die als Hochburg des Terrornetzwerks Al-Kaida und anderer islamistischer Gruppen wie der Taliban gelten.

Noch sind die Täter nicht identifiziert

Wer hinter dem Beschuss steckt, ist noch unklar. Zuletzt hatte es in dem Land Attacken auf den Flughafen der Millionenmetropole Karatschi gegeben. Der internationale Flughafen dort ist der größte des Landes. Täglich nutzen ihn etwa 44.000 Passagiere. Bei dem Angriff auf den Airport Anfang Juni waren 37 Menschen ums Leben gekommen.

Für das Blutbad macht die Regierung unter anderem Kämpfer der Islamischen Bewegung Usbekistans (IMU) verantwortlich. Die Gruppe hat sich in Pakistan festgesetzt, seit sie 2001 nach der internationalen Intervention gegen das Taliban-Regime aus Afghanistan vertrieben worden war.

Die Gewalt hat in Pakistan in jüngster Zeit wieder zugenommen, nachdem es der Regierung in Islamabad nicht gelungen war, die Taliban in einen Friedensprozess einzubinden.

haz/rb (dpa, rtr, afp)

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