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Aktuell Asien

Pakistan meldet: 67 Taliban getötet

Nach dem Schulmassaker in Peschawar hatte die pakistanische Regierung den islamistischen Taliban Rache geschworen. Nahe der Grenze zu Afghanistan gab es nun verheerende Angriffe von Armee und Luftwaffe.

Zwei Tage lang hatte man den militärischen Druck auf die Truppen der Taliban in den Stammesgebieten im Nordwesten erhöht. Das pakistanische Militär berichtete in Islamabad von dramatischen Verlusten auf Seiten der Extremisten. Bei den Vorstößen der Bodentruppen und massiven Bombardements aus der Luft seien mindestens 67 islamistische Kämpfer getötet worden, darunter ein usbekischer Kommandeur.

Nach dem Massaker auf eine vom Militär betriebene Schule verstärkte die Armee ihre Offensive gegen die pakistanischen Taliban (TTP) im Khyber-Gebiet und war bis ins Tirah-Tal vorgedrungen. In der Region sind Extremistengruppen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida aktiv.

Nach dem Taliban-Überfall in Peschar mit 148 Toten hatte Ministerpräsident Nawaz Sharif gedroht, den Terrorismus auszurotten und Terroristen auch wieder hängen zu lassen. Armeechef Raheel hat nach Militärangaben bereits die Hinrichtungsbefehle für sechs verurteilte Gewalttäter unterschrieben.

Zudem soll die anstehende Freilassung des mutmaßlichen Drahtziehers der Anschläge von Mumbai (Ende 2008) auf Kaution verhindert werden. Auch Indien hatte dagegen protestiert. Das Innenministerium in Islamabad habe angeordnet, Zaki-ur Rehman Lakhvi unter einem neuen Gesetz anzuklagen, teilte jetzt die Polizei in Rawalpindi mit.

Zaki-ur-Rehman Lakhvi, der Organisator der Anschläge von Mumbai (foto: reuters)

Zaki-ur-Rehman Lakhvi, der Organisator der Anschläge von Mumbai

Damit solle verhindert werden, dass der hochrangige Anführer der verbotenen Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba (LeT) wie vom Gericht angeordnet gegen eine Hinterlegung von umgerechnet 5000 US-Dollar freikomme.

Das neue Gesetz ermöglicht es, Menschen festzunehmen, die eine "Bedrohung für Recht und Ordnung" darstellen. Bei der Terrorserie von Mumbai waren 166 Menschen getötet worden.

SC/bri (APE, dpa, afp)