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Muslimische Terroristen

Pakistan: Familie mit drei Kindern nach langer Gefangenschaft befreit

Nach fünf Jahren in der Gewalt von muslimischen Terroristen ist in Pakistan eine kanadisch-amerikanische Familie mit drei Kindern freigekommen. US-Präsident Donald Trump jubelt.

Joshua Boyle Caitlan Coleman Entführung Taliban (picture-alliance/Candioan Press/Coleman Family)

In einem Video baten die Eheleute vor zwei Jahren um Freilassung aus der Geiselhaft

Pakistanische Sicherheitskräfte hatten die fünf Entführten in der Stammesregion Kurram nahe der afghanischen Grenze befreit, wie das pakistanische Militär mitteilte. US-Geheimdienste sollen vor ein paar Tagen die Information erhalten haben, dass die Familie nach Kurram gebracht worden war.

Die US-Regierung hatte lange versucht, die Entführten freizubekommen. Präsident Donald Trump begrüßte den Ausgang der Entführung. In einer Erklärung des Weißen Hauses nannte er die Freilassung der Familie einen "glücklichen Augenblick" in den Beziehungen zwischen Pakistan und den USA. Man hoffe, dass diese Art der Zusammenarbeit mit den pakistanischen Behörden auch langfristig zu mehr Sicherheit in der Region führen werde.

In Afghanistan Gekidnappte Familie - Foto von Joshua Boyle and Caitlan Coleman (picture-alliance/AP Photo/B. Gorman)

Trotz Warnungen war das junge Ehepaar 2012 durch Afghanistan gereist

Als Rucksacktouristen unterwegs

Der Kanadier Joshua Boyle (34) und seine schwangere US-amerikanische Frau Caitlan Coleman (31) waren trotz vielfacher Warnungen im Oktober 2012 als Rucksacktouristen durch Afghanistan gereist. Sie wurden nahe der Hauptstadt Kabul entführt. Es ist unklar, wer das Paar zunächst gekidnappt hatte. Es wird aber angenommen, dass die beiden später an das Hakkani-Netzwerk weitergegeben wurden. Die Terrororganisation mit guten Verbindungen zu den radikal-islamischen Taliban hatte auch einen US-Soldaten von 2009 bis 2014 gefangengehalten.

Kinder kamen in Gefangenschaft zur Welt

Coleman brachte in der Gefangenschaft zwei Jungen und ein Mädchen zur Welt. Sie und Boyle hatten 2011 im mittelamerikanischen Costa Rica geheiratet und waren durch die Welt gereist. Keiner von beiden hatte Verbindungen zum Militär oder Geheimdienst.

uh/myk (dpa, epd, ap,afp)