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Aktuell Asien

Pakistan exekutiert acht Mörder

Pakistan hat in diesem Jahr bereits 300 Menschen hingerichtet - nur in China und im Iran werden mehr Todesurteile vollstreckt. Nun wurden acht Mörder in dem südasiatischen Land exekutiert.

Die Todesurteile wurden in mehreren Gefängnissen in der pakistanischen Provinz Punjab vollstreckt, wie das Innenministerium mittelte. Nach einem Angriff pakistanischer Taliban vor genau einem Jahr auf eine von der Armee betriebene Schule in Peschawar mit mehr als 150 Toten, darunter größtenteils Kinder, hatte Premierminister Nawaz Sharif ein sechs Jahre währendes Moratorium über die Todesstrafe aufgehoben.

Seitdem sind mehr als 300 Menschen in Pakistan hingerichtet worden. Das Land rangiert damit nach China und dem Iran an dritter Stelle der Länder mit den meisten Exekutionen.

Kaum Terroristen unter den Hingerichteten

Nur um die zehn Prozent der seit Jahresbeginn hingerichteten Menschen sind aber Terroristen. Vor zwei Wochen hatten die pakistanischen Behörden erstmals vier an dem Schulmassaker Beteiligte exekutiert. Insgesamt haben Militärrichter sechs Extremisten zum Tode verurteilt, die die Angreifer bei dem Massaker in der Schule unterstützt haben sollen.

Nach Angaben des Innenministeriums sitzen rund 7000 zu Tode verurteilte Menschen in pakistanischen Gefängnissen, fast ein Drittel von ihnen wegen Terrorvorwürfen.

cr/as (dpa)