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Kultur

Pablo Picasso: Ausstellung zu 80 Jahre "Guernica"

Kaum ein Kunstwerk ist berühmter als dieses gigantische Gemälde: "Guernica" von Pablo Picasso gilt als das Anti-Kriegsbild schlechthin. Ab Dienstag wird es in einer Ausstellung in Madrid gefeiert.

Die Stadt Gernika im Baskenland in Nordspanien ist für ihr trauriges Schicksal bekannt: Am 26. April 1937 wurde die Ortschaft durch einen Luftangriff zerstört. Die Aktion der nationalsozialistischen "Legion Condor" und der italienischen "Corpo Volontarie" hatte das Ziel, die spanische Zivilbevölkerung auszulöschen. Die Bomben fielen mitten im Spanischen Bürgerkrieg - auf eine Stadt, in der sich das heilige Nationalsymbol der Basken, eine uralte Eiche, befand.

Berühmtheit erlangte Gernika vor allem durch ein Gemälde: Pablo Picasso erhielt 1937 den Auftrag, für den spanischen Pavillon der Weltausstellung 1937 in Paris ein Bild zu malen - und setzte der Stadt ein Denkmal. Das Gemälde "Guernica" ist mit seinen 3,49 auf 7,77 Metern so groß, dass es in Madrid einen eigenen Trakt im Museum Reina Sofia erhielt.

Königspaar weiht Ausstellung ein

Anlässlich des 80. Jubiläums feiert das Reina Sofia den Künstler und sein Bild. Die Schau "Piedad y terror en Picasso" ("Gnade und Schrecken bei Picasso") wird am Dienstag in Anwesenheit von Ex-König Juan Carlos I. und dessen Gattin Sofía eröffnet. Bis zum 4. September werden rund 180 Werke der 1920er, 1930er und 1940er Jahre gezeigt.

Zerstörtes Guernica (picture-alliance/akg-images)

Wussten die Deutschen, was sie taten? Gernika war für die Basken eine heilige Stadt

Die Gemälde stammen zum Teil aus der großen Picasso-Kollektion des Reina Sofía. Leihgaben kommen aber auch von mehr als 30

Privatsammlern und Museen aus aller Welt, darunter das Musée Picasso und das Centre Pompidou in Paris, die Tate Gallery in London sowie das MoMA und das Metropolitan Museum in New York.

Keine Analyse des Spanischen Bürgerkriegs

Das 27 Quadratmeter große "Guernica" gilt als eines der wichtigsten Werke des 20. Jahrhunderts. In Schwarz, Weiß und Grau zeigt das Bild deformierte Menschen und Tiere, Schmerz und Angst. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen ausdrücklich nicht die politischen Aspekte, wie es bei der Präsentation der Schau am Montag in Madrid hieß. Die Kuratoren Timothy James Clark und Anne Wagner sagten, sie seien "nicht so qualifiziert", um den Spanischen Bürgerkrieg zu analysieren. "Das war nicht unsere Rolle. Wir hätten nichts Neues zu sagen gehabt". Man habe es stattdessen vorgezogen, Picassos Beziehung zu Gewalt, Krieg und Konflikten zu erforschen.

so/nf (dpa/Reina Sofía)

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