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Lateinamerika

Pablo Lopez Hurtado, Venezuela

Der Venezolaner nimmt am Austauschprojekt "Once Amigos" teil. Von der Teamarbeit zwischen lateinamerikanischen und deutschen Journalisten erhofft er sich neue Impulse für die Medien in seinem Heimatland.

Studiert hat Pablo Lopez Hurtado Journalistik in Venezuela und Spanien. Derzeit arbeitet der 30-Jährige als freier Journalist für die Tageszeitung El Nacional und die Wochenzeitung La Razón in Caracas, Venezuela. Bis Juli 2014 wird er in seinem Terminkalender zusätzlich Zeit freihalten müssen - Pablo ist einer von 22 jungen Journalisten aus Lateinamerika und Deutschland, die im Rahmen des Projekts "Once Amigos" ausführlich über Geschichten rund um die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien 2014 berichten werden.


Was reizt Sie an dem Austauschprojekt der DW Akademie?
"Once Amigos" ist ein sehr aufregendes Projekt. Es gibt mir die Möglichkeit, Erfahrungen mit anderen Journalisten auszutauschen, verschiedene Arbeitsweisen kennen zu lernen und neue Formen des Geschichtenerzählens umzusetzen. Fußball ist dabei der Aufhänger - das ist natürlich eine unwiderstehliche Herausforderung…

Warum?
Fußball erscheint auf den ersten Blick recht simpel: Das Team mit den meisten Toren gewinnt. Gleichzeitig ist Fußball aber auch ein Sport, der Leute weltweit fesselt - denn es steckt viel mehr dahinter. Fußball steht für Leidenschaft, Freude, Zorn, Emotion, Frustration - und das alles innerhalb von nur wenigen Minuten. Deshalb wirkt Fußball über die Grenzen des Platzes hinaus, ist auch ein Geschäft oder eine Religion. Und er ist Traum vieler Kinder, die von einer Fußballer-Karriere träumen und so vor ihren Alltagsproblemen fliehen können. Fußball ist universell aufgrund dieser Vielschichtigkeit - und er spiegelt das Leben in all seinen Facetten wider.

Erster Workshop des Langzeitprojekts Once Amigos der DW Akademie, Dezember 2012 in der DW Akademie in Bonn. 22 Jungjournalisten aus Lateinamerika und Deutschland erarbeiten Projekte rund um die Fußball-WM 2014 in Brasilien (Foto: DW).

"Once Amigo" Workshop in Bonn

Das erste von fünf Trainingsmodulen liegt bereits hinter Ihnen. Wie lief das erste Treffen zwischen den deutschen und den lateinamerikanischen Teilnehmern?
Die erste Etappe des Projekts war voller positiver Überraschungen. So etwas erlebt man nur selten: Dass eine Gruppe aus so unterschiedlichen Nachwuchsjournalisten so treffsicher ausgewählt wird. In der ersten Phase von "Once Amigos" sind wir für zwei Wochen bei der DW Akademie in Bonn zusammengekommen und haben in gemischten Teams die ersten Beiträge erarbeitet. Die Stimmung war angenehm und sehr motivierend. Es war ein idealer Kick-Off für ein Projekt, das sich ab jetzt immer weiter entwickeln wird. Im Juni werden unsere deutschen Kollegen nach Brasilien kommen. Wir werden sie natürlich genauso herzlich aufnehmen, wie sie uns im vergangenen Jahr empfangen haben.

Was haben Sie bisher von "Once Amigos" mitgenommen?
Seit dem ersten Tag ist es eine konstante Lern-Erfahrung. Ich profitiere sehr von den Ideen der anderen Teilnehmer, von der Art und Weise, wie sie an Themen herangehen und von den Team-Meetings. Von den Trainern der DW Akademie haben wir außerdem neue Werkzeuge kennengelernt, multimediales Handwerk, das uns erlaubt, unsere Geschichten anders anzugehen und vielseitiger darzustellen.

Erster Workshop des Langzeitprojekts Once Amigos der DW Akademie, Dezember 2012 in der DW Akademie in Bonn. 22 Jungjournalisten aus Lateinamerika und Deutschland erarbeiten Projekte rund um die Fußball-WM 2014 in Brasilien (Foto: DW).

Fußballthemen multimedial

Wie hilft Ihnen das in Ihrem beruflichen Alltag als Printjournalist?
Der Journalismus in Venezuela muss sich dringend erneuern. Wir hinken - was die neuen Medienentwicklungen angeht - ganz schön hinterher. Gerade die Trainingseinheiten zu neuen, multimedialen Darstellungsformen sind für mich sehr wichtig und nützlich.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt, bis Ende 2014. Was erhoffen Sie sich davon?
Ich würde mich freuen, wenn "Once Amigos" Modellcharakter hätte und diese Art des Journalistenaustausches noch in vielen verschiedenen Szenarien wiederholt werden würde. Wir sind deshalb auch wirklich motiviert, eine qualitativ hochwertige und innovative Internetseite zu produzieren und gute Inhalte zu liefern. Und natürlich bin ich auch überzeugt, dass der langfristige Austausch zwischen den 22 Journalisten uns allen helfen wird, professioneller zu arbeiten und uns zukünftig breiter aufzustellen.

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