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Filme

Päpste und Meteoriten

Aufgereihte Leichensäcke, brennende Städte und ein Papst, der von einem Meteoriten erschlagen wird: Der italienische Künstler Maurizio Catellan macht sich mit seinen Werken zwar nicht beliebt - aber bekannt.

Mother and Child 1921 Chicago

Fotografie von Gregory Colbert im Nomadenmuseum in Mexiko City, Quelle: AP

Einblicke in das 'Nomadenmuseum' in Mexiko

Die mexikanische Hauptstadt ist vorübergehend um eine Sehenswürdigkeit reicher: Auf dem Hauptplatz der Metropole, dem Zócalo, ist ein "Nomadenmuseum" eröffnet worden. Auf einer Fläche von 5600 Quadratmetern beherbergt das aus Tausenden von Bambusstäben errichtete Gebäude die Fotoausstellung "Ashes and Snow" des kanadischen Fotografen Gregory Colbert. 53 großformatige Fotos zeigen in dieser einzigartigen Umgebung Begegnungen zwischen Menschen und Tieren, die der Kanadier im Laufe von 17 Jahren bei seinen Reisen weltweit festgehalten hat. Die mehrschiffige Naturhalle wirkt vor der Kulisse der steinernen spanischen Kolonialarchitektur wie ein Fremdkörper aus dem Dschungel und wird deshalb von den Mexikanern auch "King-Kong-Käfig" genannt. Bereits am ersten Tag bildete sich vor dem Eingang eine Kilometer lange Schlange von Besuchern. Das "Nomadenmuseum", das zuvor schon in New York, Venedig und Tokio gastiert hatte, bleibt bis zum April 2008 in Mexiko.

Andy Warhol in bewegten Bildern

Andy Warhol, Empire, 1964, Quelle: The Andy Warhol Museum, Pittsburgh

Die neue Seite des 'Pop-Art-Papstes'

Vornehmlich als Videokünstler wird Andy Warhol (1928-1987) im Stockholmer Modernen Museum unter dem Titel "Andere Stimmen, andere Räume" präsentiert. Und das nicht zu knapp: 31 Filme, 40 "Screen Tests", 6 Videos, 42 TV-Spots erwarten die Zuschauer neben 42 Malereien des Popkunst-Papstes aus New York. "Neue Seiten" Warhols verspricht Schwedens führendes Museum für moderne Kunst den Zuschauern in der bis zum 4. Mai geöffneten Ausstellung. Bei den "Screen Tests", kleinen Probefilmen, sind unter anderem Berühmtheiten wie Salvadore Dali und der Musiker John Cale in Zeitlupe zu bestaunen, während sie Warhol in dessen legendärer "Factory" in New York besuchen. "Factory Diaries" heißen auch die Video-Tagebücher, die der mit 58 Jahren unter nie restlos geklärten Umständen gestorbene Künstler in den 70er Jahren geführt hat.

Achtzig Mal Picasso im norwegischen Bergen

Pablo Picasso, Nature, Morte 1919, Quelle: The Art Institute of Chicago

Das frühe Schaffen Picassos

Norwegens Königin Sonja persönlich hat die spektakuläre Pablo-Picasso-Ausstellung im Bergener Kunstmuseum ("Stenersen") eröffnet. Achtzig Werke des 1973 in Frankreich gestorbenen Spaniers präsentiert das Museum und spannt dabei weit: Gezeigt werden Malereien, Zeichnungen, grafische Arbeiten sowie Skulpturen aus der frühen Schaffenszeit ab 1920 bis in die 60er Jahre. Die bis zum 8. Juni geöffnete Ausstellung besteht neben 28 Arbeiten in eigenem Besitz aus Leihgaben unter anderem aus dem Museum of Modern Arts in New York und dem Art Institute of Chicago in den USA. Möglich gemacht wurde sie unter anderem durch Tauschaktionen, bei denen das Kunstmuseum in der zweitgrößten norwegischen Stadt namhaften ausländischen Museen im Gegenzug für Picasso-Leihgaben Arbeiten des Expressionisten Edvard Munch (1863-1944) ausgeliehen hat.

"Modigliani und seine Zeit" in Madrid

Amedeo Modigliani, 'Madame Zborowska', 1918, Quelle: Thyssen-Bornemisza Museum

Welchen Einfluss hatte Modigliani?

Wie hat Amedeo Modigliani (1884-1920) andere Künstler beeinflusst, welche Künstler haben ihn inspiriert? Dieser Frage geht noch bis zum 18. Mai eine große Ausstellung des Madrider Thyssen-Bornemisza-Museums und der Stiftung der Sparkasse Caja Madrid nach. Unter dem Titel "Modigliani und seine Zeit" werden rund 130 Werke des italienischen Malers und Bildhauers zusammen mit Bildern von Zeitgenossen und befreundeten Künstlern wie Cézanne, Picasso, Gauguin, Chagall, Toulouse-Lautrec, Edvard Munch oder Juan Gris gezeigt. Modigliani, bekannt für seine Bilder mit den langgezogenen Gesichtern, starb mit nur 35 Jahren in Paris an Tuberkulose

Maurizio Catellan und der Tod

Der Tod ist das Thema einer Ausstellung des italienischen Künstlers Maurizio Catellan im Kunsthaus Bregenz. Für die Schau, die bis zum 24. März geht, hat der 1960 in Padua geborene Künstler vier spezielle Werkgruppen geschaffen. Unter anderem ist ein faschistisches italienisches Poster zu sehen, das ursprünglich ein brennendes London zeigt. Catellan hat es umgearbeitet, so dass es jetzt die Silhouette des brennenden Bregenz darstellt. Ein Geschoss des Kunsthauses wurde zur Totenhalle, in dem in Reih und Glied neun Leichensäcke liegen. Im Treppenhaus hängt als Symbol der Kreuzigung eine leichtbekleidete Frauenfigur im Türrahmen. Catellan, der seit 1993 in New York und Mailand lebt, ist für seine tragisch-ironischen Arbeiten bekannt. Sie wirken nur auf den ersten Blick harmlos, dann aber beklemmend. Mit seinen Kunstfiguren und Installationen hat er mehrfach Aufsehen erregt. Dazu gehört "La Nona Ora - Die neunte Stunde" (1999). Das Werk zeigt Papst Johannes Paul II., der von einem Meteoriten getroffen wird.

Maurizio Cattelan, Ohne Titel, 2001, Quelle: Attilio Maranzano Courtesy Marian Goodman Gallery, New York

Unkonventionelles von Maurizio Cattellan

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