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Studieren in Deutschland

Pädagogische Hochschule

"Lehrerbildungsanstalten" wurden einst die preußischen Pädagogischen Akademien genannt. Später wurden sie in Pädagogische Hochschulen umbenannt. Heute sind sie in den meisten Bundesländern von der Landkarte verschwunden.

Zwei Mädchen im Grundschulunterricht (Foto: dpa)

Pädagogische Hochschulen (PH) existieren als eigenständige Einrichtung nur noch in Baden-Württemberg. In allen anderen Bundesländern wurden die ehemaligen PHs in Universitäten umgewandelt oder als eigene Fakultät den Universitäten angeschlossen.

Lehrer für alles außer Gymnasium

Aufgabe der Pädagogischen Hochschulen ist die Ausbildung von Grund-, Haupt- und Realschullehrern und Lehrern an Sonderschulen, beziehungsweise im heutigen Sprachgebrauch an Förderschulen. Diese gibt es nicht nur für geistig oder körperlich behinderte Kinder, sondern auch für Kinder mit Lernschwierigkeiten verschiedenster Ursachen. Auch Berufsschullehrer werden an manchen PHs ausgebildet.

In den gewählten Schulfächern wird Fachdidaktik mit ihren fachwissenschaftlichen Grundlagen studiert. Außerdem sieht der Studienplan erziehungswissenschaftliche Fächer wie Allgemeine Pädagogik, Schulpädagogik und Pädagogische Psychologie vor. Künftige Grundschullehrer müssen neben einem Hauptfach auch einen Gegenstandsbereich (Sachunterricht oder Musisch-Ästhetischer Gegenstandsbereich) studieren. Hinzu kommt das Fach Anfangsunterricht.

Schülerinnen beim Basteln in der Grundschule (Foto: dpa)

Schulpraktika bereiten die angehenden Lehrerinnen und Lehrer auf ihren künftigen Beruf vor.

Praktische Erfahrungen sammeln

Obligatorische Schulpraktika sind ebenfalls Bestandteil eines PH-Studiums: Für alle Lehramtsstudiengänge sind vier Tagespraktika (einmal wöchentlich für die Dauer eines Semesters) und zwei Blockpraktika von je vier Wochen in der vorlesungsfreien Zeit vorgeschrieben. Für viele Studierende sind diese Praktika eine gute Möglichkeit zu überprüfen, ob sie den Anforderungen des Lehrerberufs gewachsen sind. An das Studium schließt sich ein 18-monatiger Vorbereitungsdienst an einem Seminar für Schulpraktische Ausbildung an.

Voraussetzung für das Studium an einer Pädagogischen Hochschule ist - wie auch an der Universität - ein höherer Schulabschluss, das Abitur. Wer Kunst, Musik oder Sport als Fach wählen möchte, muss zusätzlich eine Eignungsprüfung ablegen. Das Lehramtsstudium wird je nach Bundesland mit einer Staatsprüfung oder einem Masterabschluss beendet.


Autorin: Claudia Unseld / Gaby Reucher
Redaktion: Gaby Reucher

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