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Präsidentschaftswahl in Osttimor

Osttimor wählt neuen Präsidenten

Zum ersten Mal nach dem Abzug der UN-Friedenstruppen im Jahr 2012 wird im südostasiatischen Inselstaat Osttimor ein neuer Präsident gewählt. Möglicherweise kommt es zu einer Stichwahl.

Im südostasiatischen Inselstaat Osttimor zeichnet sich bei der ersten Präsidentschaftswahl nach Abzug der UN-Friedenstruppen eine Stichwahl ab. Nach Schließung der Wahllokale lagen ersten Berechnungen zufolge der ehemalige Parlamentspräsident Francisco Guterres von der linksorientierten Fretilin-Partei und Erziehungsminister Antonio da Conçeicão vorn. Das offizielle Ergebnis der ersten Runde wird am Mittwoch erwartet. 

Insgesamt haben sich acht Kandidaten um die Nachfolge des amtierenden Staatschefs Taur Matan Ruak beworben. 

Osttimor Präsidentschaftswahl (Reuters/L. da Fonseca)

Francisco Guterres könnte bei den Wahlen als Sieger hervorgehen

Die Partei Fretilin begann ihr Dasein als Widerstandsbewegung - zuerst gegen die portugiesische Kolonialmacht und später gegen Indonesien, das Osttimor nach Abzug der Portugiesen 1974 besetzte. Bei einem UN-Referendum 1999 sprach sich die Mehrheit für die Unabhängigkeit aus. Pro-indonesische Milizen überzogen das Land daraufhin mit Gewalt, teils mit Hilfe indonesischer Soldaten. Erst 2012 verließen die UN-Blauhelmsoldaten nach Jahren politischer Gewalt das Land.

Osttimor mit seinen etwa 1,2 Millionen Einwohner war früher eine portugiesische Kolonie und gehörte dann zu Indonesien. Erst 2002 wurde es in die Unabhängigkeit entlassen. Falls keiner der Kandidaten in der ersten Runde mehr als 50 Prozent erreicht, kommt es am 20. April zur Stichwahl.

as/qu (dpa, afpe)

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