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Aktuell Europa

Ostfranzösische Grenzregion soll künftig Grand Est heißen

Effizienter, wettbewerbsfähiger und schlicht moderner wollte Frankreich werden und hat vor gut zwei Jahren viele seiner Regionen zusammengelegt. Auch im Grenzgebiet zu Deutschland, das sich jetzt einen neuen Namen gibt.

Aus dem langen und unhandlichen Namen Elsass-Champagne-Ardennen-Lothringen soll künftig also Grand Est (Großer Osten) werden. Im Internet hatten die Bewohner Gelegenheit über den neuen Namen für ihre historisch bedeutende Heimat abzustimmen.

Regionalparlament soll neuen Namen verabschieden

Dabei sprachen sich 75 Prozent der knapp 300.000 Teilnehmer für Grand Est als neue Bezeichnung für das an Deutschland angrenzende Gebiet aus. Der Präsident der Region, Philippe Richert, kündigte in Straßburg an, Ende April solle das Regionalparlament den neuen Namen verabschieden.

Grand Est, Regionalpräsident Philippe Richert in Strasbourg zeigt auf eine Tafel mit dem namen Grand Est (Foto: getty)

Erleichtert, dass ein neuer Name gefunden wurde: Regionalpräsident Philippe Richert

Im Zuge einer Gebietsreform 2014 hatte Frankreich viele seiner Regionen zusammengelegt und deren Anzahl von insgesamt 22 auf 13 gesenkt. Diese Neuordnung wurde am 1. Januar 2016 wirksam und im Lauf des Jahres sollen alle zusammengelegten Gebiete neue Namen erhalten.

Für den Übergang hatte man die Namen der bisherigen Regionen schlicht zusammengefügt. Dabei entstand beispielsweise das Wortungetüm "Elsass-Champagne-Ardennen-Lothringen".

Hohn und Spott bei der Vorauswahl

Für die Abstimmung hatten Bürger und Experten zunächst aus einer Reihe von Vorschlägen drei Namen ausgesucht, wobei zunächst das lange Zeit als Favorit geltende Grand Est überraschend nicht dabei war. Statt dessen schafften es Rhin-Champagne, Nouvelle Austrasie und das auf einem Akronym basierende Acalie ins Finale.

Es hagelte massive Kritik gepaart mit Spott und Hohn für die Auswahl der Namen, so dass die Regionalregierung Grand Est wieder als Kandidat hinzufügen musste. Dass sich dieser Vorschlag schließlich deutlich durchsetzte, registrierte Regionalpräsident Richert mit einer gewissen Erleichterung. Er ließ keinen Zweifel daran, dass das Ergebnis der Internetabstimmung auch tatsächlich umgesetzt wird.

uh/kle (afp)