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Kultur

Ostern in Ägypten

Die Ostertraditionen reichen weit zurück in die vorchristliche Zeit der Pharaonen. Auch der Name ist anders als anderswo. Nur die Symbole gleichen sich.

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Koptische Christen feiern in Kairo die Ostermesse

In Ägypten feiern die Kopten, also die Angehörigen der Orthodoxen Kirche, die Auferstehung von Jesus am Ostersonntag. Dieses Jahr fällt der Ostersonntag in Ägypten auf den 23. April. Der Grund für die Datumsverschiebung: Die ägyptische Kirche nutzt den gregorianischen Kalender, während die katholische Kirche sich nach dem julianischen Kalender richtet.

Ein Nationalfeiertag

Am Tag danach, also Ostermontag, feiert ganz Ägypten, egal ob Muslime oder Kopten, zusammen das Sham al-Naseem-Fest. Das ist ein altes pharaonisches Fest, das die Wiederkehr des Frühlings feiert. Die Rituale wiederholen sich seit 1000 Jahren: man frühstückt bemalte Eier, geht in die Parks und isst sehr salzige Fische. Sham al-Naseem ist ein Nationalfeiertag.

Das Beieinanderliegen der beiden Feste ist sicherlich kein Zufall. Die Ähnlichkeit zwischen dem altpharaonischen und dem christlichen Fest erschließt sich, wenn man die Bedeutung der Rituale vergleicht. Eier und Fisch sind alte pharaonische Symbole, die mit dem Gott "Bramhat" verbunden sind - dem Gott der Ewigkeit und des Weiterlebens. Das Ei ist ein Symbol der Wiedergeburt - in beiden Religionen. Salzige Fische deuten auf den Mumifizierungsprozess, der die Ewigkeit und das Weiterleben garantiert. Und Fisch ist auch ein altes christliches Symbol für Jesus.

Es liegt nahe zu glauben, dass die Kopten ihren Ostersonntag von dem altpharaonischen Fest Sham Al-Naseem abgeleitet haben. Ägyptische Kopten artikulieren ihre Freude an der Wiederauferstehung von Jesus, genau so erfreut waren sie immer über das Wiederkommen des Frühlings.

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