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Protestbewegung

Ostermarschierer gegen Atomanlagen

Die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung sind in vielen Städten fortgesetzt worden. Bundesweit wird am Osterwochenende mit Mahnwachen, Demonstrationen und Märsche gegen Krieg und Waffenhandel demonstriert.

In Bonn gingen nach Polizeiangaben rund 130 Menschen unter dem Motto "Nein zum Krieg - Flüchtlinge sind willkommen" auf die Straße. Die Demonstration richtete sich nach Angaben der Veranstalter gegen Krieg und deutsche Waffenexporte und plädierte für die Aufnahme von Flüchtlingen.

Die Etappe des zweiten Tags des dreitägigen Ostermarsches Rhein-Ruhr führte die rund 250 Teilnehmer in einem Fahrradcorso von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid, Herne bis nach Bochum. Die Ostermarschierer forderten im Ruhrgebiet die Abschaltung von Atomanlagen. Im westfälischen Gronau werde weiter eine Urananreicherungsanlage betrieben, in der Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke hergestellt werde, erklärte ein Sprecher der Atomkraftgegner. In Nordrhein-Westfalen sei damit auch die Technologie vorhanden, hochangereichertes Uran für Atombomben zu produzieren. Der Ostermarsch Rhein-Ruhr endet am Montag in Dortmund.

Ostermarsch 2015 in Duisburg (Foto: picture-alliance/dpa/Wagner)

Der Ostermarsch Rhein-Ruhr findet unter dem Motto "Kriege stoppen - Atomwaffen ächten - zivile Lösungen schaffen" statt

Noch einmal zahlreiche Aktionen am Montag

Weitere Aktionen sollte es unter anderem in Berlin, Frankfurt an der Oder und Stuttgart geben. Der Sprecher des Ostermarschbüros, Willi van Ooyen, nannte die Zahl von über 60 Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet. Am Montag sollte es noch einmal zahlreiche Aktionen geben, darunter in Frankfurt/Main, Hamburg und Nürnberg.

Die Ostermarsch-Bewegung richtet sich unter dem Motto "Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg" gegen Kriegspropaganda und Kriegsdrohungen auch in Europa. Stattdessen werben die Aktivisten für Völkerverständigung und eine Welt ohne Atomwaffen. Gefordert werden zudem ein Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie ein Verzicht auf neue Waffen wie Kampfdrohnen. Bereits am Samstag hatten sich nach Veranstalterangaben einige tausend Menschen an den traditionellen Ostermärschen der Friedensbewegung beteiligt.

pg/kle (dpa, epd, afp)