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Landeskunde

Ostermarsch

Der Ostermarsch gehört zu Ostern wie der Osterhase und das Eiersuchen. Aber eigentlich hat er nicht wirklich etwas mit dem Thema Ostern zu tun. Er findet nur traditionell an Ostern statt.

Ostereier

Der Ostermarsch ist kein christlicher Brauch, sondern eine Protesttradition: Vor allem die Friedens bewegung aber auch Atomkraftgegner und Gewerkschaften gehen traditionell am Ostermontag auf die Straße und demonstrieren. Sie fordern eine friedlichere Welt, die Abschaffung von Atomkraftwerken und Atomwaffen oder soziale Ge*recht*igkeit.

Der erste Ostermarsch fand in den 1950er Jahren in Großbritannien statt. 1000 Demonstranten protestierten gegen eine Atom forschungsanlage in der Nähe von London. Auch in Deutschland gibt es die Ostermärsche schon seit Jahrzehnten. Und bis in die 1980er Jahre wuchs die Zahl der Teilnehmer an diesen Demonstrationen *alljährlich* immer weiter. Seitdem werden die Ostermärsche wieder kleiner. Aber vielleicht werden dieses Jahr wieder mehr Menschen auf die Straße gehen. Seit der Atomkatastrophe von Fukushima ist vor allem das Thema Atomkraft wieder in aller Munde.

Marsch, der – eine lange Strecke, die zu Fuß zurückgelegt wird

Brauch, der – die Tradition

Bewegung, die – hier: eine Gruppe von Menschen, die ein gemeinsames Ziel hat

Atomkraft, die – elektrische Energie, die aus radioaktiven Stoffen (z. B. Uran) gemacht wird

jemand geht auf die Straße – hier: jemand demonstriert, jemand protestiert

Abschaffung, die – eine Handlung, die dafür sorgt, dass etwas nicht mehr existiert

Forschungsanlage, die – eine Anlage, in der Versuche durchgeführt werden

etwas ist in aller Munde – viele Menschen sprechen über ein bestimmtes Thema

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