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Aktuell Deutschland

Ostermärsche gegen Kriegspolitik im Nahen Osten

Mit den traditionellen Ostermärschen protestiert die Friedensbewegung auch in diesem Jahr gegen Krieg, Gewalt und die atomare Bedrohung. Trotz schlechten Wetters waren die Veranstalter mit der Teilnehmerzahl zufrieden.

In rund 75 Städten bundesweit haben Menschen an diesem Samstag bei traditionellen Ostermärschen für Frieden und soziale Gerechtigkeit und gegen Krieg, Gewalt sowie atomare Bedrohung demonstriert. Die Veranstalter äußerten sich zufrieden mit dem Verlauf und der Beteiligung. Trotz teilweise schlechten Wetters seien die Teilnehmerzahlen ähnlich wie in den Vorjahren, teilte das "Netzwerk Friedenskooperative" in Bonn mit. Allerdings sei 2011 der Zulauf nach der Atomkatastrophe von Fukushima größer gewesen.

Friedens- statt Kriegspolitik gefordert

Die Friedensbewegung warnt in diesem Jahr vor einem möglichen Angriff auf Iran und fordert Friedens- statt Kriegspolitik auch für Syrien. Zentral sind aber auch die Forderungen nach einem Truppenabzug aus Afghanistan, dem Verbot von Rüstungsexporten und der Verschrottung der Atomwaffen und Atomanlagen.

Am Karfreitag hatte es die ersten Aktionen gegeben, die aber eher verhalten ausfielen. In Chemnitz beispielsweise beteiligten sich nur rund 200 Demonstranten an einem Ostermarsch. Die Demonstration stand unter dem Motto "Nein zum Krieg - Ja zu friedlicher Konfliktlösung“. Im vergangenen Jahr hatten sich an vergleichbaren Veranstaltungen mehrere Zehntausend Menschen beteiligt.

Die ersten Ostermärsche in der Bundesrepublik fanden 1960 statt. Ihre Wurzeln liegen im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Damals hatten Pazifisten den Atomraketen-Übungsplatz Bergen-Hohne im Kreis Celle als Ziel eines dreitägigen Sternmarsches ausgesucht. In den Jahren 1968 und 1983 erlebte die Bewegung ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten. Nach dem Ende des Ostblocks und der Wiedervereinigung gingen die Teilnehmerzahlen aber zurück.

GD/uh/pg (dpa, epd, dapd, afp)

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