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French Open

Ostapenko gewinnt French Open

Erstmals gewinnt eine Lettin das Grand-Slam-Turnier in Paris, dabei ist Jelena Ostapenko beim Sandplatz-Turnier ungesetzt. Im Finale siegt die 20-Jährige gegen die Nummer zwei der Welt - nach einer tollen Aufholjagd.

Dass es eine ungesetzte Spielerin seit 34 Jahren überhaupt wieder ins Finale der French Open schafft, ist schon ungewöhnlich. Noch überraschender ist es, dass eine ungesetzte Spielerin im Endspiel dann auch den Sieg holt. Die Weltranglisten-47. Jelena Ostapenko ist die erste Tennisspielerin, der das jetzt geglückt ist. Mit 4:6, 6:4 und 6:3 feiert sie den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Tennis-Karriere - gegen die favorisierte Rumänin Simone Halep. "Ich kann es nicht glauben, und ich bin sprachlos. Ich liebe euch alle, und ich liebe es, hier zu spielen", sagte sie. "Ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen. Es ist phantastisch."

Nach 1:59 Stunden verwandelte Ostapenko auf dem Court Philippe Chatrier ihren ersten Matchball und nahm wenig später freudestrahlend den Pokal in Empfang. Im zweiten Satz hatte sie bereits mit 0:3 zurück gelegen und kämpfte sich dann sensationell zurück. Dabei begeisterte sie die Zuschauer erneut mit ihrem riskanten Spiel. Halep indes blieb ihrer defensiven Taktik treu, erlief viele Bälle und wartete geduldig auf die Fehler der Lettin. Die wiederum wurde für ihren Mut im zweiten Durchgang belohnt. Die Vorentscheidung fiel dann, als Ostapenko mit einem Netzroller das Break zum 4:3 holte.

Unsterblich: Ostapenko in den Geschichtsbücher

Ostapenko ist die im Ranking am schwächsten platzierteste Spielerin, die jemals den Titel von Roland Garros holen konnte. Die Wimbledon-Juniorensiegerin von 2014 kassierte für ihren ersten Turniersieg überhaupt ein Preisgeld in Höhe von 2,1 Millionen Euro und wird im neuen WTA-Ranking auf Platz zwölf vorrücken. Durch den Erfolg von Ostapenko bleibt Angelique Kerber die Nummer eins der Welt.

Frankreich Ostapenko gewinnt die French Open 2017 (picture alliance/AP Photo/M. Euler)

Enttäuscht: Simona Halep

Halep hätte im Stade Roland Garros gewinnen müssen, um die Kielerin an der Spitze der Weltrangliste abzulösen. Kerber war in Paris bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Gegen Halep, die weiter auf ihren ersten großen Titel warten muss, nutzte Ostapenko nach 1:59 Stunden ihren ersten Matchball.

Bei den Herren stehen sich am Sonntag im Finale der Spanier Rafael Nadal und Stan Wawrinka aus der Schweiz gegenüber. Nadal strebt dabei seinen zehnten Titel in Paris an. Für Wawrinka wäre es nach 2015 der zweite Triumph in der französischen Hauptstadt.

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