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Kultur

Oscar-Favoriten und Filme, die etwas zu sagen haben

Die Erfahrung zeigt, dass es eine sichere Vorhersage für die Academy Awards kaum gibt. Zwar scheint "Brokeback Mountain" (acht Nominierungen) der große Favorit zu sein. Doch die Konkurrenz ist stark.

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Jake Gyllenhaal und Heath Ledger in "Brokeback Mountain"

Im Wettbewerb um die Trophäe für den besten Film konkurriert das Liebesdrama um zwei schwule Cowboys des taiwanischen Regisseurs Ang Lee unter anderem mit dem biografischen Drama "Capote" von Bennett Miller um den US-Autor Truman Capote, dem viele Experten ebenfalls gute Chancen geben. Weitere Kandidaten für den Haupt-Oscar sind das Rassismus-Drama "L.A. Crash" von Paul Haggis, Steven Spielbergs "München" über das Olympia-Attentat von 1972 sowie George Clooneys "Good Night, And Good Luck" über die Kommunistenhatz in den USA der 1950er Jahre.

Bester männlicher Hauptdarsteller

Filmplakat Spielberg Film München

Filmplakat von 'München'

Als Favoriten für den Hauptdarsteller-Preis sehen viele Experten Philip Seymour Hoffman für seine Interpretation des ebenso egozentrischen wie einfühlsamen Capote. Er wetteifert mit Terrence Howard ("Hustle & Flow"), Heath Ledger ("Brokeback Mountain"), Joaquin Phoenix ("Walk the Line") und David Strathairn ("Good Night, and Good Luck").

Beste weibliche Hauptdarstellerin

Filmszene Walk the Line

Joaquin Phoenix als Johnny Cash und Reese Witherspoon als dessen große Liebe June Carter in 'Walk the Line'

Bei den Frauen geben viele Brancheninsider die größten Chancen Reese Witherspoon, die in "Walk the Line" die Frau des Country-Stars Johnny Cash spielt. Ihre Konkurrentinnen sind die aus der Fernsehserie "Desperate Housewives" bekannte Felicity Huffman, die in "Transamerica" eine Transsexuelle darstellt, sowie Judi Dench ("Mrs. Henderson Presents"), Keira Knightley ("Stolz und Vorurteil") und Charlize Theron ("Kaltes Land").

Filmszene Syriana

George Clooney in 'Syriana'

Auffällig ist bei den 78. Academy Awards die Dominanz der politischen, historischen und sozialkritischen Themen. In diesem Jahr sei eine ganze Reihe von Filmen dabei, "die etwas zu sagen haben", betonte George Clooney in der Zeitung "USA Today". In Hollywood seien inzwischen einige Leute der Meinung, dass es an der Zeit sei, zur Politik, zur Rassenfrage und zur Medienlandschaft Stellung zu beziehen. Clooney ist als Regisseur von "Good Night, and Good Luck" nominiert und als Nebendarsteller in "Syriana", einem Politthriller um die Machenschaften von US-Ölkonzernen in Nahost.

Bester fremdsprachiger Film

Filmszene Sophie Scholl - Die letzten Tage

Julia Jentsch als Sophie Scholl

Auch in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" dominieren die politischen und historischen Themen. Zu den Wettbewerbern gehört der deutsche Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Marc Rothemund über die von den Nazis ermordete Widerstandskämpferin. Auch dabei ist die europäische Produktion "Merry Christmas", in der zahlreiche deutsche Stars mitwirken. Die Weihnachtsgeschichte aus dem Ersten Weltkrieg wurde von Frankreich eingereicht und aus Deutschland mitfinanziert. Ferner ruhen die deutschen Oscar-Hoffnungen auf Ulrike Grote, die für "Aufreißer" in der Kurzfilm-Kategorie aufgestellt wurde. Grote hatte mit dem Film bereits vergangenes Jahr den Studenten-Oscar gewonnen.

Die Buchhalter haben schon gezählt

Während die Kandidaten noch hoffen und bangen, scheinen sie sich zumindest darauf verlassen zu können, dass die beiden Buchhalter Rick Rosas und Brad Oltmanns von der Firma PricewaterhouseCoopers alles korrekt machen. Die Auszählung der Stimmen der etwa 6000 Akademie-Mitglieder im Vorfeld der Verleihung sei eine "wahre Herausforderung", da deren Wahl oft sehr knapp ausgehe, sagte Rosas der Oscar-Online-Ausgabe der "Los Angeles Times". Die Stimmen würden deshalb aber mehrfach und nach verschiedenen Methoden gezählt. (kap)

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