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Aktuell Kultur

Orthodoxe Kirchen berufen neues Konzil ein

Die orthodoxen Kirchen wollen erstmals seit dem Jahr 787 wieder ein Konzil einberufen. Die "Heilige und Große Synode" soll 2016 stattfinden.

Das vereinbarten jetzt der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., und die Oberhäupter von elf orthodoxen Nationalkirchen. Sie hatten sich in Istanbul getroffen.

Ein wichtiges Thema des Konzils könnte die Frage der Rangordnung der einzelnen orthodoxen Kirchen sein. Der russisch-orthodoxen Kirche gehören mittlerweile mit 150 Millionen Gläubigen deutlich mehr als die Hälfte der orthodoxen Christen weltweit an. Sie stellt damit den Führungsanspruch Konstantinopels infrage.

Das Konzil könnte sich weiterhin mit der Voraussetzung beschäftigen, die einzelne Kirchen erfüllen müssen, um eigenständig zu werden. Davon betroffen sind orthodoxe Kirchen, die sich abgespalten haben, aber vom Mutterpatriarchat nicht als autark anerkannt sind. Heftigen Streit gab es in der Vergangenheit zum Beispiel um die ukrainische Kirche.

Ein eigenes Komitee soll das Konzil von September bis Ostern 2015 vorbereiten. Seit der Spaltung der orthodoxen Kirchen zwischen Ost- und Westkirche hat kein Konzil mehr stattgefunden. Mit rund 300 Millionen Angehörigen bilden die orthodoxen Kirchen die drittgrößte christliche Gemeinschaft der Welt.

jr/kd (kna/epd)