1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Orkan über Europa

Heftige Sturmböen haben in der Nacht zum Dienstag (29.01.) in Nord-und Ostdeutschland Dächer abgedeckt und Dutzende Unfälle verursacht. In Schweden, Polen und England fiel bei zehntausenden Familien der Strom aus.

default

Ein 28 Meter hohes Windrad fiel in Husum den enormen Windböen zum Opfer

In weiten Teilen Deutschlands traten die Flüsse weiter über die Ufer. In Dresden wird für diesen Mittwoch ein neue Hochwasserwelle der Elbe erwartet. Meteorologen rechnen mit abflauenden Winden, aber auch mit noch mehr Regen. Die Menschen in Thüringen und Bayern müssen weiter gegen Hochwasser ankämpfen.

Mit Sandsäcken gegen die Wassermassen

Auch in Hamburg stand der Fischmarkt unter Wasser. Der Orkan über der Nordsee hatte der Hansestadt die erste schwere Sturmflut des Jahres mit einem Wasserstand von knapp 5,30 Meter über Null gebracht. Bei der historischen Sturmflut von 1962 waren bei 5,70 Meter die Deiche gebrochen. In Dresden nahmen die weitläufigen Flusswiesen die ausufernde Elbe auf. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde eingeschränkt. Überschwemmungsgefahr für Köln bestand nicht.

Hochwasseralarm in Thüringen

Die nächtlichen Stürme verursachten reihenweise Unfälle mit Dutzenden Verletzten in ganz Deutschland. Die Schadensbeträge gehen in die Hunderttausende. Am schnellsten jagte der Wind über den Brocken im Harz mit 156 Stundenkilometer und über den Kieler Leuchtturm mit Tempo 152 hinweg, berichtete der Wetterdienst Meteomedia.

In Berlin, Hamburg und Bremen deckte der Sturm mehrere Dächer und ein Zirkuszelt ab. Die Feuerwehr berichtete von insgesamt rund 2000 Einsätzen in wenigen Stunden. Die Deutsche Bahn sperrte wegen umgestürzter Bäume mehrere Strecken.

Ganz Nordeuropa betroffen

Auch die anderen nordeuropäischen Länder waren von dem anhaltenden Unwetter betroffen. Bei 75.000 schwedischen Familien, 100 polnischen Dörfer, in weiten Teilen der Stadt Danzig und 10.000 Haushalten in Schottland gingen die Lichter aus. Im Norden Großbritanniens starben fünf Menschen, als Sturmwinde mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde ihre Autos umwarfen. Der Sturm traf vom Atlantik kommend zuerst in Irland ein und zog dann über Schottland und England hinweg. Tonnenschwere Laster kippten um wie Spielzeugautos. Die Oeresund-Brücke zwischen der südschwedischen Stadt Malmö und Dänemark musste am Montagabend geschlossen werden. (fro)